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Sir John de Walton überlegte einen Augenblick, und dieDame, obgleich sie nicht redete, schaute auf ihn mit Blicken,welche klar genug ausdrückten, wie sehr sie wünsche, daß erdie weniger gewagte Wahl treffe. Des Ritters eigene Be-denklichkeiten verhinderten jedoch, daß er den Fall ihrer sogünstigen Entscheidung überließ.
„Niemals soll es von Sir John de Walton gesagt wer-den," erwiderte er, „daß er in der geringsten Weise seineeigene Ehre und die seines Vaterlandes preisgab. DieserZweikampf mag sich mit meiner Niederlage oder vielmehrmit meinem Tode enden, und dann empfehle ich dem Douglasmit meinem letzten Athemzuge die Sorgfalt um die LadpAugusta, und hege daö Vertrauen, daß er sie mit seinem Le-ben vertheidige, und sie in Sicherheit zu den Hallen ihrerAhnen bringen werde. So lange ich aber lebe, wird sie nieeines andern Beschützers, wie dessen bedürfen, lwelcher durchihre eigene Wahl dazu bestimmt ist, mag sich vielleicht auchein Besserer vorfinden, auch werde ich nicht das geringste Zu-geständniß machen, und wäre es das einer Feder meinesHelmes, wodurch ich anerkennen müßte, ich habe einenungerechten Kampf, sowohl für die Sache Englands, wiefür die Schönste seiner Töchter geführt. Nur so vielwill ich dem Douglas zugestchen — einen augenblicklichenWaffenstillstand, vorausgesetzt, die Dame wird an ihrerRückkehr nach England nicht verhindert und unser Kampfan einem andern Tage auSgcfochten- Das Schloß unddas Gebiet von Douglas ist das Eigenthum Edwards vonEngland, und der Gouverneur in dessen Namen der recht-mäßige Gouverneur. Für diese Behauptung werde ich käm-pfen, so lange meine Augenlider noch nicht geschlossen sind."
Das gefährl. Schloß u. and. Erzähl. 18