einen andern Kämpfer herbeirufen, wenn es dem Ritter ge-fällig ist.«
Mit diesen Worten verschwand er.
„Fürchte dich nicht, Herrscherin der Gedanken de Wal-ton's" begann der Ritter auf's Neue, „sondern glaube, daßdu über das Alles lachen kannst, wenn wir zusammen dasObdach von Douglas-Castle mit dem Schutz des heiligenKreuzes von St. Georg erreichen. Wenn Ihr mir nur diemaulwurfartige Verblendung verzeihen könnt, die ich mirniemals vergeben werde — eine Blindheit, womit ich nichtdie Sonne bei ihrer augenblicklichen Verfinsterung erkannte,so kann mir keine Aufgabe als zu schwer für menschliche Kraftbezeichnet werden, daß ich eine solche nicht unternehmen sollte,um die Erinnerung an meinen argen Fehler zu vertilgen.«
„Erwähnt dessen nicht weiter,« sagte die Dame; „in sol-chen Augenblicken wie diesen, wo unsere Leben sogleich gefähr-det werden können, muß man nicht auf Zänkereien leichtererArt zurückkommen. Ich kann Euch sagen, wenn ihr es nochnicht wißt, daß die Schotten hier in der Nähe unter Waffenstehen, und daß sogar die Erde sich eröffnet hat, um dieselbevor Eurer Besatzung zu verbergen.«
„So mag sie sich öffnen,« sagte Sir John de Walton,„und jeden Teufel im höllischen Abgrund aus seinem Gefäng-niß entweichen lassen, um unsere Feinde zu verstärken —dennoch schönste Dame, in welcher ich eine Perle von unschätz-barem Werth erhalten habe, will ich mir die Sporen vomniedrigsten Kuchenjungen abhauen lassen, wenn ich den Kopfmeines Pferdes vor der größten Streitmacht nach hintenwende, welche diese rohen Gesellen versammeln können, magich derselben auf der Erde oder unter ihr begegnen. In