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schaftlicher Bote empfangen? Lebt wohl und denkt an dieseDame, als befinde sie sich in solchen Händen, die vor Euchgesichert sind, während Ihr die Euch überbrachte Botschaftüberlegen könnt. Kommt Frau, wir müssen fort."
Mit den Worten ergriff er die Hand der Dame und zogsie fort, als wolle er sie mit Gewalt entfernen. Die Damewar bewegungslos und beinahe bewußtlos dagestanden, alsdie beiden Krieger Worte wechselten; als sie den Griff derFaust von Michael Turnbull fühlte, rief sie beinahe außersich vor Furcht: „Helkt mir, de Walton!"
Der Ritter zur augenblicklichen Wuth aufgereizt, griff denJäger mit äußerster Hitze an, und ertheilte ihm mit seinemlangen Schwerte beinahe unversehens zwei oder drei heftigeSchläge, wodurch derselbe so verwundet wurde, daß er indas Dickicht zurücksank. De Walton stand im Begriff ihnzu tödten, als er durch den ängstlichen Schrei seiner Damedaran verhindert wurde „Ach, de Walton, was habt Ihrgethan? Dieser Mann war nur ein Gesandter und hätte freivon aller Beschädigung heimkehren müssen, so lange er sichauf die Ueberbringung der ihm übertragenen Botschaft be-schränkte, wenn du ihn aber erschlagen hast, so kann mirfurchtbare Rache folgen!"
Die Stimme der Dame schien den Jäger aus der Betäu-bung zu erwecken, worin er durch die empfangenen Schlägeversunken war. Er sprang auf mit den Worten: „Seid
wegen meiner unbesorgt, und glaubt nicht, daß ich das Mit-tel sein werde, um Unheil anzustisten. Der Ritter hat mirin seiner Hast keine Warnung in einer Herausforderung ge-geben und dadurch einen Voriheil erlangt, den er, wie ichglaube, sonst in solchem Fall verschmäht haben würde. Ichwill den Kampf auf gleichere Bedingungen hin erneuern, oder