247
auch sein mag, Dame, Ihr drängt Euch mir als eine Lastauf, und ich muß dem mir erwiesenen Vertrauen so gut esmöglich ist, entsprechen; demgemäß müßt Ihr Euch ausschließ-lich durch meine Anweisungen leiten lassen, und ich werdeEuch dieselben nach der Art eines Wesens aus der geistigenWelt ertheilen; es werden eher allgemeine Angaben für EuerBenehmen, als Vorschriften, die in's Einzelne eingehen, sein;sie werden eher in Form von Befehlen, als von Vorstellungenertheilt werden. In dieser Weise kann ich Euch vielleicht nütz-lich sein; in jedem anderen Fall, ist es am wahrscheinlichsten,daß ich in der Noth Euch nicht zur Hand bin, und gleicheinem Gespenste verschwinde, welches die Annäherung desTages scheut."
„So grausam könnt Ihr nicht sein," erwiderte die Dame,„denn Ihr seid ein Herr, ein Ritter und Edelmann, und in-dem ich Euch in allen diesen Eigenschaften anzureden glaube,bin ich überzeugt, daß Euch dadurch Pflichten geboten find,die Ihr nicht aufgeben dürft."
»Ich gebe zu, daß dieß der Fall ist, und dieselben werdenmir heilig sein," cntgegnete der gespensterhaftc Ritter. «Ichjedoch habe ebenfalls Pflichten, deren Verbindlichkeiten michdoppelt binden, und denen ich diejenigen opfern muß, wegenwelcher ich mich sonst Eurer Rettung weihen würde. Dieeinzige Frage geht dahin, ob Ihr Neigung fühlt, meine»Schutz auf die beschränkten Bedingungen hin anzunehmen,unter denen allein ich ihn zu gewähren vermag, oder ob Ihres für besser haltet, daß jedes seinen eigenen Weg geht, sichauf seine eigenen Hülfsmittel beschränkt, und hinsichtlich desklebrigen der Vorsehung vertraut."
„Ach!" crwiederte die Dame, „verlangt Ihr von mir, beimeiner jetzigen Bedrängniß, daß ich für mich selbst einen Ent-