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dem hülflosen Zustand lasse, worin Ihr Euch Eurer Beschrei-bung nach befindet."
„Ihr werdet nicht so unmenschlich sein," erwiderte dieDame; „wenn Ihr das thut, müßt Ihr jedes Recht auf ehr-lichen Ruhm aufgeben, den Ihr durch Schwert oder Lanzeerlangt habt; Ihr müßt jedem Anspruch auf diejenige Gerech-tigkeit entsagen, welche mit dem Verdienste des Schutzes derSchwachen gegen die Starken verknüpft ist. Ihr müßt esEuch zum Grundsatz machen, das Unrecht und die Tyranneivon Edward Plantagenet an den Frauen und MädchenEnglands zu rächen, die weder Zutritt zu seinem Rathehaben, noch vielleicht seine Kriege gegen Schottland billigen."
„Ihr würdet also," sagte der Ritter des Grabes, „Euchvon Eurem Entschlüsse nicht dadurch abbringcn lassen, daß ichEuch all' das Uebel sage, dem Ihr Euch aussetzen müßt,wenn Ihr in die Hände der englischen Truppen fallt, wäh-rend Ihr Euch unter einem so verhängnißvollen Schutze, wiedem meinigen befindet."
„Seid überzeugt," sagte die Dame, „daß die Betrachtungeines solchen Ereignisses nicht im Geringsten meinen Ent-schluß oder Wunsch, Eurem Schutze zu vertrauen, erschüttert.Ihr wißt wahrscheinlich wer ich bin, und könnt urtheilcn, wiegern sogar Edward einen Vorwand erlangen würde, um eineStrafe über mich verhängen zu können."
„Wie kann ich Euch oder Eure Umstände kennen?" erwi-derte der grauenhafte Ritter, „dieselben müssen allerdingsaußerordentlich sein, wenn sie ein Hemmniß der Gerechtigkeitoder Menschlichkeit den rachsüchtigen Gefühlen Edwards dar-bieten. Alle, welche ihn kennen, hegen die Ueberzeugung, daßer nicht wegen gewöhnlicher Beweggründe von seiner Gewohn-heit, dem Haffe nachzugeben, abweichen wird. Wie dem aber