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wende; man spricht von Euch als furchtbaren Feinden aberedelmüthigen Rittern und treuen Freunden. Laßt mich Euchersuchen, zu bedenken, wie sehr Ihr wünschen würdet, daßEure eigenen Freunde und Anhänger solches Mitleid un-ter ähnlichen Umständen von den Händen englischer Ritter er-langen."
„Haben sie dieß erlangt," erwiderte der Ritter mit einernoch finstereren Stimme als zuvor, „oder handelt Ihr weise,daß Ihr den Schutz eines Mannes erfleht, den Ihr für einenwahren schottischen Ritter, wegen keines anderen Grundes,als wegen des äußersten Elendes seiner Erscheinung, haltet
— handelt Ihr weise, sage ich, daß Ihr ihn an die Arterinnert, womit die Lords von England die lieblichen Mäd-chen und die hochgebornen Damen Schottlands behandelten?Wurden nicht die Käfige, die zu ihren Gefängnissen dienten,an die Zinnen der Schlösser gehängt, damit ihre Gefangen-schaft jedem niedrigen Bürger vor Augen gehalten werdenkönnte, welcher Lust besaß sich das Elend der edelsten Damen,sogar dasjenige der Köüigin von Schottland anzusehen ")? Istdieß eine Erinnerung, welche einen schottischen Ritter mitMitleid gegen eine englische Dame erfüllen kann? Oder istes nicht ein Gedanke, welcher den geschworncn liefen Haß gegenEdward Plantagenet, den Urheber dieser Uebel, anschwellen muß ?Ein Haß, welcher in jedem Tropfen schottischen Blutes kocht,so lange dasselbe den Pulsschlag des Lebens empfindet? Nein
— Ihr könnt allein erwarten, daß ich kalt und mitleidslos,wie das von mir dargestellte Grab, Euch ohne Beistand in
Die Königin, Gemahlin von Robert Brnce, und die Gräfin vonBuchnn wurden auf die erwähnte Weise in Haft gehalten.