friedlicher und der Höflichkeit zugänglicher Mann erweisenkönne-
„Herr Ritter," sagte sie in so festem Tone, als sie esfähig war, „es thut mir sehr leid, wenn ich durch hastigeAnnäherung Euer einsames Nachdenken gestört habe. MeinPferd hatte, wie ich glaube, Eure Gegenwart geahnt undmich hieher getragen, ohne daß ich denken konnte, wen oderwas ich hier antreffen würde."
„Ich bin ein Jemand," erwiederte der Fremde in feierlichemTone, „dessen Begegnung nur wenige Menschen aufsuchcn,bis die Zeit kömmt, worin sie mich nicht länger vermeidenkönnen."
„Ihr sprecht, Herr Ritter," erwiderte die Lady de Ber-keley, „dem grauenhaften Charakter gemäß, den es Euch alsAbzeichen anzunehmen beliebte) darf ich mich an Jemandenvon so furchtbarem Aeußeren mit der Bitte wenden, daß ermir eine Richtung durch diesen wilden Wald angebe? z. B.wie ist der Name des nächsten Schlosses, der nächsten Stadtoder Herberge, und auf welchem Wege kann ich dieselbe wahr-scheinlich am Besten erreichen?"
„ES ist eine merkwürdige Verwegenheit," erwiederte derRitter des Grabes, „daß ihr Euch in ein Gespräch mit ihmeinlaffen wollt, welcher als der Unerbittliche, der niemalsVerschonende, der Erbarmungslose bezeichnet wird, welchensogar der Unglücklichste nicht um Hülfe anzurufen wagt, da-mit seine Wünsche nicht zu bald erhört werden."
„Herr Ritter," erwiederte die Lady August«, „der Charak-ter, den Ihr sicherlich aus guten Gründen angenommen habt,schreibt Euch eine gewisse Redeweise vor, obgleich aber EureRolle eine finstere ist, so zwingt sie, wie ich glauben sollte,