leicht nicht gerade die Beschützer find, denen Ihr Euch, Dame,mit vollkommener Sicherheit vertrauen könnt."
„Was meint Ihr mit diesen Worten?" fragte Lady Auguste.
„Ich meine," erwiederte Margarethe von Hautlieu, „daßder Bruce, Douglas, Malcolm, Fleming und andere dieserPartei, zwar unfähig find, solchen Vortheil zu unehrenhaftenZwecken zu gebrauchen, daß fie dennoch aber in starke Ver-suchung kommen könnten, Euch als einen von der Vorsehungzugesandten Geißel zu betrachten, durch welchen fie möglicher-weise einen Vortheil für ihre zerstreute und entmuthigte Par-tei erlangen könnten."
„Sie könnten mich," antwortete Lady Auguste, „wennich todt wäre, zum Gegenstände eines solchen Vertrages ma-chen, glaubt mir aber, niemals, so lange ich lebend Athem be-sitze- Glaubt mir auch, daß ich zwar mit großem Kummer,Schmerz und Gram mich der Gewalt des de Walton über-liefern würde, daß ich mich aber eher seinen Händen — wassage ich, seinen Händen! — ja, daß ich mich lieber dem nied-rigsten Armbrustschützen meines Vaterlandes ergeben möchte,als daß ich mich mit den Feinden desselben vereinigen würde,um ein Unglück dem fröhlichen England zu veranlassen —meinem England, dem Lande, welches von jedem anderenLande beneidet wird, und der Stolz Aller ist, welche sich des-sen Eingeborene nennen dürfen."
„Ich dachte, daß dieß Eure Wahl sein würde," sagte LadyMargarethe, „da Ihr mich nun mit Eurem Vertrauen beehrthabt, so möchte ich gern für Eure Freiheit dadurch sorgen,daß ich Euch der von Euch gewünschten Lage so nahe bringe,wie es mir meine unbedeutenden Mittel gestatten. In einerhalben Stunde werden wir uns in Gefahr befinden, in dieHände der englischen Abtheilungen zu fallen, welche, um uns