gleich mit finsterem Ausdruck und unwiderruflich mit demLiebhaber brechen könnte, dem fie ihr Wort verpfändet hatte,obgleich sein Jrrthum an der Theilnahme des Vergehens we-der gröber war, noch länger dauerte, als derjenige, den diehinsichtlich der Liebe ihr gleichgiltige Person beging."
„Lästert nicht," sagte Sir John de Walton, „und vergebtmir, wenn ich, um der Wahrheit und einem Engel Gerechtig-keit zu erweisen, den ich für immer verwirkt zu haben fürchte,Euch auf den Unterschied aufmerksam mache, den ein Mädchenvon Würde und Gefühl zwischen einer ihr erwiesenen Belei-digung von Seiten eines gewöhnlichen Bekannten und einerandern von genau derselben Art aufstellen muß, die ihr voneinem Manne angethan wurde, welcher durch unverdientenVorzug, durch die großmüthigsten Wohlthaten und durchAlles, wodurch menschliches Gefühl bestimmt werden kann, zumNachdenken und zur Ueberlegung gezwungen ist, bevor er alshandelnd in irgend einem Falle auftritt, woran fie in irgendeiner Weise betheiligt sein kann."
„Bei meiner Ehre," sagte Sir Aymer de Balence, „ichvernehme mit großem Vergnügen, daß Ihr endlich einen Ver-such zur Ueberlegung macht, mag auch dieselbe unvernünftiggenug sein, da jener dahin geht, alle Eure Hoffnungen zuzerstören, und Eure Aussichten auf Glück Euch hinwegzuläug-neu; habe ich aber im Verlauf dieser Angelegenheit mich bis-weilen gegen Euch so benommen, daß ich nicht allein demGouverneur, sondern sogar dem Freunde einige Ursache zurUnzufriedenheit gab, so will ich dies jetzt, John de Walton,durch den Versuch ausgleichen, die richtige Ueberzeugung,ungeachtet Eurer eigenen verkehrten Logik» in Euch zu er-wecken. Hier aber kömmt der Muskatwein und das Frühstück;