selbst oder ich, um die Treue Eurer Schildwachen zu erpro-ben, oder aus anderem guten oder schleckten Grunde versuchthättet, dies gefährliche Schloß Douglas zu betreten, ohnedas Losungswort den Wächtern zu sagen; besäßen wir dannein Recht, die dienstthuenden Leute zu tadeln, wenn sie, un-bekannt mit unseren Personen, uns den Eintritt verweigert,uns zu Gefangenen gemacht und mißhandelt hätten, indem sieden von uns selbst ertheilten Befehlen gemäß unscrm Ver-suche Widerstand entgegen setzten? Was ist hier der Unter-schied zwischen einer solchen Schildwache und Euch, de Walton,in dieser sonderbaren Angelegenheit, welche beim Himmel ehereinen heiteren Gegenstand für ein Lied dieses ausgezeichnetenSängers, als den Stoff für ein schwermükhiges Gedicht dar-bieten könnte. Kommt, zeigt nicht ein solches Aussehen, SirJohn de Walton, seid zornig, wenn Ihr wollt, über die Dame,welche eine solche Thorbeit begangen hat, oder über mich,der ich die ganze Nacht für nichts und wieder nichts auf undab ritt und mein bestes Pferd verdarb, ob ich mich gleich invollkommener Ungewißheit befinde, wie ich ein anderes be-kommen werde, bis mein Oheim Rembroke und ich wiederauSgesöhnt find. Oder endlich, wenn Ihr gänzlich abgeschmacktin Eurem Grimme sein wollt, so richtet denselben gegen die-sen würdigen Sänger wegen seiner seltenen Treue und be-straft ihn für sein Verfahren, wofür er besser eine goldeneKette verdient; gebt der Leidenschaft Raum, wenn Ihr wollt,verscheucht aber diese finstere Niedergeschlagenheit von derStirne eines Mannes und eines mit dem Schwert umgürte-ten Ritters."
Sir John de Walton machte eine Anstrengung zu sprechen,und eö gelang ihm nur mit einiger Schwierigkeit.
„Apmer de Valence," sagte er, „Ihr spielt mit Eurem