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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
220
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kein Hinderniß für das Eindringen des Windes oder des Re-gens vorfand. Die Lehre, daß ein Gefangener für unschuldiggelten müsse, so lange er von Seinesgleichen nicht für schul-dig erkannt werde, wurde in jenen Zeiten roher Gewalt nichtverstanden; der Gefangene erhielt nur eine Lampe, oder eineandere Milderung seines Elendes, wenn sein Betragen ruhigwar, und wenn er geneigt schien, seinen Gefangenwärterdurch Versuche der Flucht nicht zu ärgern. Eine solche Zellewar die von Bertram, dessen Mäßigung und Geduld ihmdiejenigen Milderungen seines Schicksals verschafft hatten,welche der Gefangcnwärter gewähren konnte. Man hatteihm erlaubt, das alte Buch in seine Zelle zu tragen, dessenLesung seine Einsamkeit neben dem Gebrauch von Schreib-materialien und anderer Hülfsmittcl zum Zeitvertreib erhei-terte, welche bei seinem Aufenthalt im Innern des Felsensund bei dem Grade seiner Kenntnisse möglich waren, in de-ren Besitz ihn sein Gewerbe als Sänger gesetzt hatte. Ererhob seinen Kopf vom Tische, als die Ritter eintraten, wäh-rend der Gouverneur gegen den jungen Ritter bemerkte:

Da Ihr das Geheimniß dieses Gefangenen zu kennenscheint, so überlasse ich es Euch, Sir Aymer de Valence, esin solcher Weise aufzuklären, wie Ihr es am meisten fürzweckmäßig haltet. Wenn der Mann oder sein Sohn unnö-thiges Drangsal erlitten hat, so wird es meine Pflicht sein,ihn zu entschädigen, welches nach meiner Meinung keine Sachevon Bedeutung sein kann."

Bertram blickte auf und heftete seine Augen fest auf denGouverneur, las aber nichts in seinen Blicken, welches ange-zeigt hätte, daß er besser wie früher mit dem Geheimniß sei-ner Gefangenschaft bekannt sei, als er aber seine Augen aufSir Apmer wandte, wurde sein Antlitz offenbar erheitert,