seit Kurzem, ob er Sir John de Walton sprechen könne,weil er ihm etwas Wichtiges mitzuthcilcn habe; er wurdesogleich in ein Zimmer geführt, worin der Gouverneur beiseinem einsamen Frühstück saß. Derselbe war über dieleichte Vertraulichkeit, womit de Valence ihm jetzt nahte, inBetracht des gegenseitigen Verhältnisses, etwas überrascht,worin Beide seit Kurzem gestanden waren.
„Einige ungewöhnliche Nachrichten," sagte Sir John inziemlich ernstem Tone, „haben mir die Ehre der Gesellschaftdes Sir Aymer de Valence verschafft."
„Es ist," erwiederte Sir Aymer, „eine Angelegenheit, diefür Euch, Sir John de Walton, von hoher Wichtigkeit ist,und ich wäre deßhalb sehr zu tadeln, wenn ich einen Augen-blick verlöre, dieselbe Euch mitzutheilen."
„Ich werde stolz darauf sein, Enre Kundschaft zu benutzen,"sagte Sir John de Walton.
„Und auch ich," sagte der junge Ritter, „verliere ungerndie Ehre, ein Geheimnis; durchdrungen zu haben, welches SirJohn de Walton blendete. Zugleich aber möchte ich nicht,daß man mich für fähig hielte, mit Euch zu scherzen, wie esder Fall sein würde, wenn ich aus Mißverständniß einenfalschen Schlüssel zu dieser Angelegenheit gäbe. Mit EurerErlaubnis; wollen wir in folgender Weise verfahren; wirwollen zusammen an den Ort von Bertram des SängersGefängniß gehen; ich habe in meinem Besitz eine Pergament-rolle des junge» Mannes, welcher der Sorgfalt des AbtHieronymus anvertrant war; sie ist mit zarter weiblicherHandschrift geschrieben und ertheilt dem Sänger Vollmacht,den Zweck zu eröffnen, der Beide in die Stadt Douglasführte."
„Es muß geschehen, wie Ihr sagt," erwiederte Sir John