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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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dnng, wie dieser, empfindet man bei Schmeicheleien eine Trö-stung, ebenso wie hitzige Getränke, welche sonst der Gesund-heit schädlich sind, dem Kranken mit Recht bei heftigen undschmerzvollen Anfällen gegeben werden, damit er wenigstensertragen kann, was sich nicht heilen läßt. Antwortet mirnur auf eine Frage, alsdann wird es Zeit sein, das Ge-spräch abzubrechen. Könntet Ihr, süße Dame, die Ihr vomSchicksal so manche Reize zum Geschenk erhalten habt, könn-tet Ihr den nicht wieder herzustellendcn Verlust Eurer per-sönlichen Reize zugleich nebst dem damit wahrscheinlich ver-bundenen Verlust Eures Geliebten, für den Ihr schon so vielgethan habt, geduldig ertragen?"

Die englische Dame richtete wieder ihre Blicke auf ihreFreundin und konnte sich eines leichten Schauders bei demGedanken nicht erwehren, daß ihr eigenes schönes Antlitz mitden durchfurchten und vernarbten Zügen der Lady von Haut-lieu vertauscht werden könnte, welche jetzt durch die Strah-len eines einzigen Auges unregelmäßig beleuchtet wurden.Glaubt mir," sagte sie, feierlich aufwärts blickend,daß ichsogar in diesem von Euch vorausgesetzten Falle nicht so vielKummer wegen meiner selbst, als wegen der ärmlich gesinn-ten Gedanken des Geliebten empfinde» könnte, welcher michverlassen würde, weil diese vorübergehenden Reize, von denenwir uns doch einmal trennen müssen, vor dem Hochzeitstageentschwunden wären. Es ist jedoch durch die Beschlüsse derVorsehung »ns verborgen, in welcher Weise oder bis zuwelcher Ausdehnung andere Personen, mit denen wir nichtzur Genüge bekannt sind, den Einfluß solcher Veränderungenerleiden. Ich kann Euch allein die Versicherung geben, daßmeine Hoffnungen mit den Eurige» zusammenfallen und daßkeine Schwierigkeit auf Eurem Pfade in Zukunft sich dar-