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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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cheln, hinsichtlich deren ihr Verstand ihr sagte, daß sie kaumvernünftige Gründe vorfinden könne. Ihre Einbildungskraftjedoch, mit den Gesängen jener Zeit reichlich versehen, brachteihr die häßliche Dame des Gedichtes,die Ehe des SirSawain," in's Gedächtniß, und veranlaßt- ste zu folgenderAntwort.

Ihr legt mir, thenre Lady Margareth, eine Frage mitschwerer Prüfung vor; cs wäre nicht freundschaftlich, dieselbein anderer Weise, als mit Aufrichtigkeit zu beantworten, undes wäre höchst grausam, eine Erwiederung mit unbedachterHastigkeit zu geben. Allerdings ist Schönheit die erste Eigen-schaft, worauf wir, das schwächere Geschlecht, einen Werthsehen müssen; wir finden uns geschmeichelt, wenn man unspersönliche Reize zuschreibt, mögen wir dieselben wirklich be-sitzen oder nicht; ohne Zweifel aber auch legen wir denselbengrößere Wichtigkeit bei, als sie in Wirklichkeit haben-Man weiß jedoch auch, daß Weiber, welche, nach der Mei-nung ihres eigenen Geschlechtes, und vielleicht auch nach ihrereigenen geheimen Ansicht, aller Ansprüche auf Schönheit ent-behrten, durch Verstand, Talent und ausgezeichnetes Beneh-men der unzweifelhafte Gegenstand der wärmsten Anhäng-lichkeit wurden. Weßhalb solltet Ihr in den heftigen Em-pfindungen Eurer bloßen Furcht cs für unmöglich halten,daß Euer Malcolm Fleming ans demjenigen feineren Thonder Erde gebildet ist, welcher die vorübergehenden Reize deräußeren Form in Vergleich mit denjenigen verachtet, die durchwahre Liebe und durch die Vorzüglichkeit der Talente undder Tugend gewährt werden?"

Die Nonne drückte die Hand ihrer Gefährtin an den Bu-sen und erwiedertc mit tiefem Seufzer:

Ich besorge, daß Ihr mir schmeichelt; in solcher Entschei-