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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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ner Vernunft zum Trotze zuflüstert, daß kein Gegenstand aufErden Werth genug besitzt, damit ich das Leben bewahre,um einen solchen zu erlangen, wenn ich an dasjenige, wasich so eben sagte, unbedingt glauben müßte. Diese mirschmeichelnden Vornrtheile geben, meiner Vernunft und mei-nem Verstände entgegen, mir den Gedanken ein, daß Mal-colm Fleming, welcher sein Alles auf den Dienst seines Va-terlandes setzen konnte, unfähig ist, die wandelbare Neigungeines gewöhnlichen rohen und feigen Charakters zu hegen.Für den, Fall, daß das Mißgeschick ihn und nicht mich be-troffen hätte, so glaube ich, daß er in meinen Augen nichtsverloren haben würde, wäre sei» Antlitz von ehrenvollenNarben durchfurcht, die er für die Freiheit seiner Geliebtenerlangt hätte; solche Wunden würden im Gegcntheil nachmeiner Ansicht seine Verdienste steigern, wie sehr auch seinepersönliche Anmuth darunter hätte leiden müssen. Vorstellun-gen erheben sich in meiner Seele, als könne Malcolm undMargareth einander noch Alles sein, was ihre Neigungeneinst mit so viel Sicherheit bei einander vorausseyten, alsmüsse ein Wechsel, welcher die Ehre und Tugend der gelieb-ten Person nicht beeinträchtige, die Reize der Vereinigungeher steigern wie vermindern. Blickt mich an, theuerste LadyAugust«! blickt mich an, wenn Ihr den Mutb habt, seht mirvoll in's Gesicht und sagt mir, ob ich nicht in Raserei ver-falle, wenn meine Phantasie die bloßen Möglichkeiten indasjenige, was natürlich und wahrscheinlich ist, verwandelt."

Die Lady Berkeley erhob ihre Augen zur unglücklichenNonne, indem sie der Nothwendigkeit sich bewußt und besorgtwar, ihre eigene Aussicht auf Befreiung durch ihr Benehmenin dieser Entdeckung zu verlieren; sie wollte jedoch nicht derunglücklichen Ursula durch Erregung von Gedanken schmei-