abtrünnige Nonne, erwachte nur von einem langen Kranken-bett, um mich als die entstellte Unglückliche zu finden, die Ihrjetzt vor Ench seht. Ich erfuhr alsdann, daß Malcolm sichaus dem Tumult gerettet hatte, und bald darauf vernahm ich,vielleicht mit weniger herbem Gefühl, als mir geziemthaben würde,, daß mein Vater in einer der endlosen Schlach-ten gefallen sei, welche zwischen den kämpfenden Parteienstatt fanden; wenn er am Leben geblieben, so hätte ich michvielleicht der Erfüllung meines Schicksals unterworfen, da eraber todt war, so empfand ich, das Loos eines Bettlers inden Straßen eines schottischen Dorfes sei demjenigen einerAebtissin in diesem elenden Hause von St. Bride vorzuzie-hen; auch war dieser ärmliche Gegenstand des Ehrgeizes, denmir mein Vater vorznhalten pflegte, wenn er mich durch mil-dere Mittel, wie durch einen Sturz von den Zinnen seinesSchlosses, zum Eintritt in das Klosterleben überreden wollte,mir nicht länger mehr eröffnet. Die alte Aebtissin starb aneiner Erkältung, von welcher sie am Abend des Ueberfallsergriffe» wurde, und jenes Amt, welches unbesetzt hätte blei-ben könne», bis ich fähig sein würde, dasselbe einzunehmcn,wurde eingezogen, als die Engländer nach ihrem Ausdruckdie Disciplin des Hauses zu reformiren für gut fanden; an-statt eine neue Aebtissin wählen zu lassen, schickten sie hiehereinige ihnen ergebene Mönche, welche jetzt die unumschränkteRegierung des Klosters in Händen haben und dieselbe gänz-lich nach dem Belieben der Engländer führen. Ich aber, dieich die Ehre hatte, in den Armen des Kämpfers von Schott-land gehalten zu werden, will nicht hier bleiben, um Befehlevom Abte Hieronymus zu empfangen; ich will fort, und be-sorge auch nicht, Verwandte und Freunde anzntreffen, diemir, der Margarethe de Hautlieu, einen passenderen Zufluchts-
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten