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Ich schwur, der Tod werde eher meine Wahl sein, als daßich einen anderen Gemahl wie Malcolm Fleming annchmenwürde. Auch war mein Geliebter nicht weniger treu; erfand Mittel, mit mir eine bestimmte Nacht zu verabreden,in welcher er den Angriff des Klosters von St. Bride ver-suchen, und mich von dort zur Freiheit nach dem grünenWalde bringen wolle, als dessen König Wallace allgemeinbezeichnet wurde. In einer bösen Stunde — einer Stunde,worin ich durch Zauberkunst und Hexerei, wie ich glaube, be-thört war, ließ ich mir das Geheimniß durch die Schmeiche-leien der Aebtisstn entreißen, ob ich gleich hätte bedenkenmüssen, daß der Entwurf ihr verbrecherischer erscheinen mußte,als irgend einem lebendigen Weibe; ich hatte jedoch nochnicht mein Gelübde abgelegt, und ich glaubte, daß Wallaceund Fleming für Jedermann dieselben Reize besäßen, wiefür mich. Auch gab mir das schlaue Weib Ursache zum Glau-ben, daß ihre Anhänglichkeit an Bruce ohne den Hauch einesVerdachtes sei, und ließ sich in die Verschwörung ein, welchemeine Befreiung zum Zweck hatte. Die Aebtissin gab dasVersprechen, daß sie die englischen Wachen auf einige Ent-fernung fortschaffen werde; und die Truppen wurden auchscheinbar wcggezogen. Somit wurde das Fenster meinerZelle, welches zwei Stockwerke hoch vom Boden entfernt war,um die Mitte der festgesetzten Nacht geräuschlos geöffnet;und nie waren meine Augen erfreuter, als jetzt, wo ich,angethan und verkleidet zur Flucht, wie Ihr, schöne LadyAugust«, im Anzug eines Reiters, den Malcolm Flemingin mein Gemach springen sah. Er stürzte auf mich zu, aberzu gleicher Zeit erfüllte auch mein Vater mit zehn seinerstärksten Leute das Gemach unter dem Schlachtruf Baliol.Schwerterhiebe wurden sogleich von jeder Seite gewechselt.