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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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besser verbringen, als wenn Ihr der Erzählung eines Un-glücks zuhört, welches dem Eurigen nur zu ähnlich ist, undaus der Quelle vereitelter Liebe entspringt, mit welcher Ihrsicherlich Mitgefühl hegen werdet."

Der Kummer der Lady Augusta verhinderte nicht, daß siebeinahe den Eindruck des Lächerlichen bei dem sonderbarenGegensatz zwischen dem scheußliche» Gesicht dieses Opfers derzärtlichen Leidenschaft und der Ursache empfand, welcher sieihre Leiden zuschrieb. Sie überließ sich jedoch nur einenAugenblick dem Gefühl des Lächerlichen, welches der Kloster-schwester von St. Bride im höchsten Grade hätte anstößigsein müssen, während sie jeden Grund hatte, sich das Wohl-wollen derselben zu erwerben. Es gelang ihr deßhalb als-bald, sich in Bereitschaft zu setzen, um mit einem Schein desMitgefühls auf die Erzählung der Unglücklichen zu hören,^ so daß sie dadurch die Theilnahme belohnen konnte, die ihrvon Seiten der Schwester Ursula erwiesen war; die unglück-liche Nonne erzählte alsdann folgende Umstände beinahe ineinem flüsternden Tone und in einer Aufregung, wodurchihre Häßlichkeit^ um so mehr in die Angen fiel.

Mein Unglück begann, lange bevor ich Schwester Ursulagenannt, oder als Nonne in diesem Kloster eingeschlossenwurde. Mein Vater war ein normännischer Edelmann, wel-cher, wie viele seiner Landsleute, das Glück am Hofe desKönigs von Schottland suchte und fand. Er erhielt die She-rifwürde dieser Grafschaft, und Moriz von Hattely, oderHautlieu, galt als einer der reichsten und mächtigsten BaroneSchottlands. Weßhalb sollte ich läugnen, daß die Tochterdieses Barons, damals Margarethe de Hautlieu genannt,unter den hohen und mächtigen Damen des Landes ausge-zeichnet wurde? Es kann keine tadelnswerthe Eitelkeit sein,