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dieselben mit dem angenommenen Charakter, den sie bis zumAcußersten zu behaupten entschlossen war, in Wirklichkeit un-verträglich gewesen wären. Sie hatte ihren Umständen ge-mäß einen Grad von Muth gefaßt, welcher ihr nicht natür-lich war, und welcher vielleicht durch Hoffnungen unterhaltenwurde, die durch ihre Lage kaum zulässig scheinen mußten. So-bald sie sich in demselben Zimmer mit de Valence befand,nahm sie ein kühneres und entschlosseneres Wesen an, als siebisher gezeigt hatte.
„Euer Gnaden," redete sie ihn an, bevor er noch selbstein Wort zu ihr gesagt hatte, „ist ein Ritter von Englandund besitzt ohne Zweifel die Tugenden, welche sich für dieseedle Stellung geziemen. Ich bin ein unglücklicher Knabe, wel-cher wegen mehrerer Gründe, die ich geheim halten muß, ineinem gefährlichen Lande zu reisen gezwungen ist, wo manihn ohne gerechte Ursache als Theilnehmer an Complotten undVerschwörungen beargwöhnt, die meinem eigenen Interesseentgegen sind, und die meine Seele sogar verabscheut; ichkann dieselben mit aller Sicherheit abschwören, indem ich alleFlüche unserer Religion auf mich herabwünsche, und auf alleihre Versprechungen für den Fall verzichte, daß ich in Worten,Gedanken oder Thaten irgendwie daran Theil genommenhätte. Dennoch steht Ihr, die Ihr meinen feierlichen Betheu-rungen nicht glauben wollt, gegen mich im Begriff, als eineschuldige Person zu verfahren; ich muß Euch aber, Herr Rit-ter, die Warnung crtheilen, daß Ihr darin eine große undgrausame Ungerechtigkeit begehen werdet."
„Ich werde mich bemühen, das zu vermeiden," sagte derRitter, „indem ich die gan,e Sache dem Gouverneur Sir Johnde Walton überweise, welcher entscheiden wird, was zu thun