junge Mann sich jetzt befindet; ich will ihm sagen, daß erjetzt vor Euch erscheinen muß."
„Ich ersuche Euch dazu, Herr Vater, denn die Angelegen-heit ist dringender Art; auch mache ich Euch ernstlich daraufaufmerksam, daß Ihr das Benehmen dieses Augustin sehr ge-nau beobachten müßt. Ich will Eure Rückkehr erwarten, undden Knaben entweder in das Schloß bringen oder denselbenhier erwarten, je nachdem die Umstände es erheischen werden "
Der Abt verbeugte sich, versprach sein Aeußerstes zu thun,und hinkte aus vem Gemach, um den Jüngling Augustin inseiner Zelle aufzusuchen, denn er zeigte großen Eifer, dieWünsche des de Valence zu erfüllen, den er als seinen militä-rischen Beschützer unter den vorhandenen Umständen betrachtete.
Er blieb lange Zeit aus, und Sir Aymer begann schondie Meinung zu hegen, daß die Verzögerung verdächtig sei,als der Abt mit dem Gesichtsausdruck der Verlegenheit undVerstörtheit zurückkehrtc.
„Ich bitte um Verzeihung, daß ich Euer Gnaden so langehabe warten lassen," sagte Hieronymus mit großer Aengst-lichkeit, „ich bin jedoch durch nutzlose Förmlichkeiten und Bedenk-lichkeiten von Seiten dieses unbeholfenen Jünglings aufgehal-ten worben; erstens öffnete der Jüngling, als er vernahm,daß mein Fuß seinem Schlafgemach näher kam, nicht die Thür,wie cs sich mit Rücksicht auf meine Würbe geziemt habenwürde, sondern schob im Gegentheil einen starken Riegel voninnen vor; dieser Riegel aber ist auf Schwester Ursula's Be-fehl dort angebracht worden, damit sein Schlummer nichtgestört werde. Ich sagte ihm, so gut es mir möglich war, ermüsse ohne Verzug vor Euch erscheinen, und sich anschicken,Euch zum Schlosse zu begleiten; er wollte jedoch kein Worterwidern, sondern empfahl mir Geduld zu haben, wozu ich