Druckschrift 
25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
156
Einzelbild herunterladen
 

156

der Rüstung an, welche die Ritter zu gebrauchen pflegten,wenn sie aus den Mauern der Besatzung ritten, und begabsich fort, um die Befehle de Walton's auszuführcn. Es be-gleiteten ihn einige Reiter nebst dem Knappen Fabian.

Der Abend schloß mit einem jener schottischen Nebel, wel-cher den Regenschauern glücklicher Klimate gleich sein soll;der Pfad wurde immer dunkler, die Höhen hüllten sich inDünste und wurden schwieriger zu ersteigen; alle kleinen Un-bequemlichkeiten, welche eine Reise durch diese Gegend lang-sam und ungewiß machten, wurden durch die Dichtigkeit desNebels gesteigert, welcher sich über alle Gegenstände ver-breitete.

Sir Aymer ritt deshalb schneller und setzte sich oft demSchicksal eines Mannes aus, welcher sich verspätet hat, unddurch seine Anstrengungen schneller weiter zu kommen, seineReise verzögert. Der Ritter dachte, er könne auf einen ge-raden Weg gerathen, wenn er durch die beinahe öde StadtDouglas hindurch ritte, deren Einwohner von den Engländernwährend dieser heftigen Kämpfe mit solcher Härte behandeltworden waren, daß die meisten dieselbe verlassen und sich nachverschieden Thcilen des Landes entfernt hatten. Dieser bei-nahe verlassene Platz wurde von einem plumpen Pallisaden-werk und einer noch roheren Zugbrücke vertheidigt, welche denEingang in so enge Straßen bot, daß drei Pferde nur mitSchwierigkeit neben einander gehen konnten; die schlechtenVertheidigungswerke erwiesen, wie fest die alten Herrn desDorfes an ihrem Borurtheil gegen Befestigungen und ihrerMeinung zu Gunsten der Kriegführung im offenem Felde fest-hielten, welches durch das wohlbekannte Sprüchwort der Fa-milie mit den sonderbaren Worten ausgedrückt ist,es ist bes-ser, daß man die Lerchen im Felde singen, wie die Maus im