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„Ich habe den Brief nicht zusammcngelegt," sagte er,„noch ihn mit einem seidenen Faden zugebundcn, denn er istnicht so verfaßt, daß er Euch das Geheimniß verrathen kann;um Euch offen meine Meinung zu sagen, glaube ich nicht,daß Ihr dadurch einige Kunde erhaltet; Ihr mögt Euch je-doch zufrieden stellen über dasjenige, was nicht im Briesesteht. Ich will damit sagen, daß er von einer Person ge-schrieben und an eine zweite adresstrt ist, die es Beide sowohlmit Euch, wie mit Eurer Besatzung gut meinen."
„Das," sagte der Gouverneur, „ist ein Betrug, den mannicht ausführen kann; der Brief jedoch zeigt, wenn nicht mitGewißheit, daß Ihr geneigt seid, mit Offenheit zu handeln.Bis das Gegcntheil sich ergibt, werde ich es für meine Pflichthalten, Euch mit so viel Güte zu behandeln, wie die Ange-legenheit gestattet. Mittlerweile will ich selbst zur AbteilenSt. Bride reiten und den jungen Gefangenen in Person be-fragen. Da Ihr sagt, er besitze die Gewalt, so bitte ich zumHimmel, daß er den Willen hat, dies Räthsel zu lösen, wel-ches uns sämmtlich in Verwirrung bringt." Mit den Wortenbefahl er, sein Pferd bereit zu halten, und während dasselbegesattelt wurde, durchlas er mit großer Fassung den Briefdes Sängers. Derselbe war folgenden Inhalts.
„Theurer Augustin!
„Sir John de Walton, der Gouverneur dieses Schlosses,hat denjenigen Verdacht geschöpft, auf den ich Euch als wahr-scheinliche Folge unserer Reise hieher hinwies, weil wir indies Land ohne bestimmt ausgesprochenen Zweck gekommenfind. Ich bin wenigstens verhaftet und werde mit Befragungauf der Folter bedroht, damit ich den Zweck unserer Reifeaussage; man soll mir eher aber das Fleisch von den Kno-chen reißen, als mich zum Bruche des Eides zwingen, den ich