Walton die Wirkung nicht verfehlte, welcher wiederum nichtwußte, welches Verfahren sein Dienst erheischte.
„Es wäre mir sehr lieb," sagte der Gouverneur, „wennich meinen Zweck durch möglichst milde Mittel erreichen könnte,und ich werde diesem armen jungen Burschen kein weiteresUnheil zufügen, als deine Hartnäckigkeit und die seinige zuverdienen scheinen wird. Mittlerweile bedenkt, Herr Sänger,daß meine Pflicht ihre Grenzen hat, und daß es dir geziemenwird, wenn ich sie auf einen Tag verschiebe, jede dir mög-liche Anstrengung zu machen, um meiner Herablassung ent-gegen zu kommen. Ich werde dir Erlaubniß geben, einSchreiben von deiner Hand an deinen Sohn zu richten undich werde seine Antwort erwarten, bevor ich in dieser Ange-legenheit vorschreite, welche sehr geheimnißvoll zu sein scheint.Mittlerweile beschwöre ich dich, so wahr du auf Erlösung hof-fest, die Wahrheit zu sagen, und mir zu erklären, ob deineGeheimnisse, deren treuer Bewahrer du zu sein scheinst, aufdas Treiben von Douglas, Bruce, oder eines ihrer Bevoll-mächtigten Bezug hat, um dieses Schloß in ihre Gewalt zubekommen."
Der Gefangene bedachte sich einen Augenblick und erwi-derte: „Ich kenne, Herr Ritter, die schwere Verantwortlich-keit, unter welcher dieß Schloß Euren Händen anvertraut ist;stände es in meiner Gewalt, Euch als treuer Sänger undloyaler Untcrlhan mit Hand oder Zunge dabei Beistand zuleisten, so würde ich mich für verpflichtet halten, dieß zuthun; ich bin aber von dem Charakter, worauf Euer Arg-wohn hinweist, so weit entfernt, daß ich es für gewiß gehal-ten haben würde, der Bruce und der Douglas hätten ihreAnhänger versammelt, um nach Aufgebung ihrer rebellischenPlane nach dem heiligen Lande zu pilgern, wenn nicht kürzlich