Druckschrift 
25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
Entstehung
Seite
138
Einzelbild herunterladen
 

138

John de Walton in's Studierzimmer, indem er mit schnellenSchritten ging, als -ade dies Gespräch seinen Wunsch gestei-gert, sich in den Besitz der Person des verdächtigen Sängerszu setzen.

Als der Gouverneur die Gänge des Schlosses durchschritt,erreichte er bald das Studierzimmer, ein Gemach mit steiner-nem Gewölbe und einer Art eisernen Schrankes zur Aufbe-wahrung von werthvollen Gegenständen und Papieren für denFall einer Feuersbrnnst. Hier traf er den Sänger an, wieer an einem kleinen Tische saß, und ein offenbar sehr altesManuscript in den Händen hielt, indem er damit beschäftigtschien, Auszüge aus demselben zu machen. Die Fenster desZimmers waren sehr klein und zeigten noch einige Spuren,daß sie ursprünglich die Geschichte der St. Bride in Glas-malereien enthalten hatten ein weiteres Zeichen der An-dacht, welche die mächtige Familie der Douglas ihrer Schutz-heiligen widmete.

Der Sänger, welcher in die Betrachtung seiner Aufgabetief versunken schien, erhob sich, als er durch das unerwarteteEintreten von Sir John de Walton gestört wurde, mit jedemZeichen der Achtung und Dcmuth; indem er vor dem Gou-verneur stehen blieb, schien er die Fragen zu erwarten, alsdabe er geahnt, daß der Besuch aus ihn besonders Bezug habe.

Ich vermuthe, Herr Sänger," sagte Sir John de Walton,daß Ihr in Euren Nachsuchungcn Erfolg hättet, und daßIhr in dem Manuscript die Gedichte oder Prophezeibungengesunden habt, welche Ihr unter diesen zerbrochenen Simsenund durcheinander geworfenen Büchern suchtet."

Ich war glücklicher, als ich erwarten konnte," erwiderteder Sänger,in Betracht der Verbrennung des Schlosses.Dies, Herr Ritter, ist offenbar das verhängnißvollc Buch,