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25 (1852) Das gefährliche Schloß [u.a.]
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Wenn er keinen gesetzlichen Zweck bat," erwiderte derRitter,so ist es vielleicht wie Ihr sagt; er soll jedoch dieGedichte und Erzählungen von Merlin, vom sogenanten Rei-mer oder von einem andern alten Barden hier aufsuchcn, undi» Wahrheit, es ist für ihn natürlich, daß er seinen Vorrathvon Kenntnissen und sein Vermögen, Vergnügen zu wecken,zu erweitern sucht. Wo aber sollte er hiezu die Mittel finden,wennnicht in einem mit alten Büchern gefüllten Studierzimmer?"

Ohne Zweifel," erwiderte der Bogenschütze mit einer Arttrockenen und höflichen Lächelns, welches Unglauben ausdrückie;ich habe selten einen Aufstand in Schottland gekannt, dennicht irgend ein alter und vergessener Reimer prophezcihte,den man aus Staub und Spinnengeweben hervorgesucht hatte,um den Rebellen Muth zu machen; denn diese hätten sonstnicht das Pfeifen unserer Pfeile zu erwarten gewagt. AberLockenköpfe sind unbesonnen, und mit Eurer Erlaubniß, HerrRitter, hat Euer eigenes Gefolge zu viel an feuriger Jugend,für so ungewisse Zeiten wie die jetzigen."

Du hast mich überzeugt, Gilbert, und ich will das Trei-ben und die Beschäftigung dieses Mannes genauer wie bisheruntersuchen. Es ist jetzt nicht die Zeit, die Sicherheit einesköniglichen Schlosses wegen großmüthiger Ziererei hinsichtlicheines Mannes auf's Spiel zu setzen, von dem wir so wenigwissen, und von dem wir einen schweren Verdacht hegen kön-nen, ohne ihm Ungerechtigkeit zu erweisen, bis wir eine sehrvollständige Aufklärung erlangen. Befindet er sich jetzt in demGemache, welches man das Studierzimmer des Barons nennt?"

Euer Gnaden wird ihn sicherlich dort antreffen," erwi-derte Grecnleaf.

So folge mir mit zwei oder drei deiner Kameraden, insolcher Weise, daß man dich nicht sieht, daß du mich aber