beobachtet wurde, obgleich die rauhe Luft eines Frllhlings-abcnds um seinen durch warme Kleidung nicht geschütz-ten Körper und diejenigen seiner Begleiter pfeifend wehte,als sie vor dem Sckiloßthore wegen des Austausches derLosungswörter, derUebergebung der Schlüffelund aller lang-samen Kleinigkeiten warten mußten, welche mit den Bewe-gungen einer Garnison in einer wohl bewachten Festung ver-knüpft sind.
„Kommt," sagte er zu einem alten Ritter, der in grobenWorten auf den Gouverneurlieutenant schmähte, „es ist meineeigene Schuld, ich sprach soeben mit Apmer de Valence ineinem Tone nachdrücklicheren Befehles, als es dem vor Kurzemzum Ritter geschlagenen Herrn gefiel; dieses genaue Verfahrendes Gehorsams ist keine unnatürliche, und eine sehr verzeih-liche Rache- Wohlan, wir wollen es ihm schon zurückgeben,Sir Philipp, es ist dies keine Nacht, um uns außerhalb desThores zu halten-"
Dieses Gespräch hörten einige der Knappen und Pagen,es wurde alsbald von Einem zum Andern überliefert, bis csden Ton der guten Laune, worin cs gesagt war, gänzlich ver-lor und jenes Verfahren von Sir Apmer als Beleidigunggalt, wegen welcher Sir John de Walton und der alte SirPhilipp sich zu rächen suchten. Es hieß, der Gouverneur habedie Beleidigung als eine tövtliche und absichtlich durch einenuntergeordneten Offizier ihm zugesügte Beschimpfung dargestellt.
So mehrte sich die Feindschaft von Tag zu Tag zwischenzwei Kriegern, welche ohne gerechte Ursache zum Streit imGrunde ihres Herzens Achtung und Liebe gegen einanderhegten. Dieselbe wurde in der Festung sogar den Waffenlcutenvom niedersten Range bemerkbar, die einige Bedeutung da-durch zu erlangen hofften, daß sie sich in die Art Nebenbuhler-