um Gnade bitten müssen, wenn wir an das mannigfache Elenddenken, welches unser Gewerbe uns Andern zuzufügen zwingt."
»Mir scheint es," erwiderte der Sänger, „daß diejenigen,welche den Stachel ihres Gewissens empfinden, milde seinmüssen, wenn sie von dem Vergehen Anderer reven; auch ver-traue ich nicht sehr einer Art Prophezcihung, welche, wie dieLeute dieser Gebirgsgegend sagen, dem jungen Douglas voneinem Mann gegeben wurde, welcher nach dem Laufe der Na-tur schon längst todt sein muß; dieser verhieß ihm nämlicheine siegreiche Laufbahn gegen die Engländer, weil er seineigenes Schloß geopfert habe, um zu verhindern, daß sie eineBesatzung hineinlegten."
„Wir haben Zeit genug für die Geschichte," sagte SirAymer, „und mich däucht, sie würde sich besser für einen Ritterund Sänger eignen, als das bisher von uns geführte Ge-spräch, welches sich eher für den Mund von zwei reisendenMönchen geziemt haben würde — Gott schütze uns."
„So sei es," sagte der Sänger, „die Laute oder die Geigewechselt ihr Tempo und ihre Note."
Fünftes Kapitel.
Die Mähr' ist traurig, und Ihr weint vielleicht;Sie ist voll Grau'n; Ihr könnt dabei erzittern;
Sie ist rrstaunenSwerth; die Stirne runzelnMüßt Ihr gewiß, wenn nufmerksam Ihr leset.
Altes Schau spiel.
„Euer Gnaden muß zuerst erfahren, edler Herr Apmer deValence, daß ich diese Geschichte vor langer Zeit aus demLande, wo sie sich ereignete, erfuhr, und zwar von einem be-