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ten, daß kin Sänger, welcher seine Pflicht zu thun wünscht,wie ein junger Ritter die Wahrheit von Abenteuern an Orten aufsucht, wo sie zu finden ist, und daß er eher Gegenden,wo die Kenntniß von hohen und edlen Thaten bewahrt wird,wie solche träge und ruhige Reiche durchreist, worin dieMenschen in Faulheit leben und auf unedle Weise in Friedenoder durch den Spruch des Gesetzes sterben. Ihr selbst, Herrund Euresgleichen, die Ihr das Leben mit Ruhm verglichen,gering schätzt, leitet Eure Bahn durch diese Welt nach dem-selben Grundsatz, welcher Euren armen reimenden DienerBertram aus einer fernen Provinz des fröhlichen Englandsin diese finstere Gegend des rauhen Schottlands, genanntDouglasdale, herbeiführt. Ihr wünscht Abenteuer, die derKunde werth find, zu erfahren, und ich, wenn es mir erlaubtist, uns Beide in demselben Athemzuge zu nennen, suche ei-nen kärglichen und ungewissen, aber nicht unehrenwcrthen Le-bensunterhalt, indem ich, so gut ich kann, die Einzelnheitensolcher Thaten, besonders aber die Namen derer, welche sievollbrachten, der Unsterblichkeit zu überliefern trachte. Einjeder deßhalb arbeitet in seinem Berufe, auch darf man sichüber den Einen.nicht mit mehr Recht, als über den Andernwundern, denn cs liegt nur der Unterschied in den Gradender Gefahr, denen der Held und der Dichter sich aussetzt;der Muth, die Kraft, die Waffen und die Gewandtheit destapferen Ritters geben ihm größere Sicherheit, wenn er sichin Gefahren begibt, als eine solche dem armen Manne desReimes zu Theil wird."
„Ihr redet verständig," erwiderte der Krieger, „und obgleiches für mich etwas Neues ist, Euer Gewerbe auf gleicherStufe mit meiner eigenen Lebensweise gestellt zu sehen, sowäre es dennoch eine Schmach, zu sagen, daß der Sänger,