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wärtigen Zustand des Landes ein und benutzte jede Gelegen-heit, um das Gespräch zu unterhalten.
„Ich möchte mich gern mit dir untcrreden, Herr Sänger,"sagte der junge Ritter, „wenn du nicht die Lust dieses Mor-gens zu rauh für deine Sprache findest, so wünsche ich vonHerzen, daß du mir sagst, wodurch du offenbar, ein Mannvon Verstand, bewogen wurdest, zu solcher Zeit dich in einso wildes Land zu begeben, und ihr, meine Leute (er wandtesich an die Armbrustschutzen und die übrige Abtheilung), michdäucht, es werde paffend und geziemend sein, daß ihr eureThiere etwa auf eine Pferdelänge zurückhaltet, denn nachmeiner Meinung könnt ihr ohne den Zeitvertreib der Dicht-kunst euren Weg zurücklegen."
Die Armbrustschützen folgten dem Winke und hielten fichin einiger Entfernung, wie aber ihre murrenden Bemer-kungen bezeugten, waren sie darüber sehr mißvergnügt, daßsie keine Gelegenheit hatten, das Gespräch mit anzuhören,welches der junge Ritter und der Sänger führten. Dasselbehatte seinen Fortgang in folgender Weise:
„Ich habe also zu bedenken, guter Sänger," sagte derRitter, „daß Ihr, der Ihr zu Eurer Zeit Waffen trüget, undsogar dem rvthen Kreuze St. Georgs nach dem heiligenGrabe folgtet, der Gefahren unseres Berufes so wenig müdeseid, daß Ihr Euch nutzloser Weise nach Gegenden hingezo-gen fühlt, wo das Schwert, auf immer lose in der Scheide,bei der geringsten Veranlassung gezogen werden kann."
„Es wäre schwer," erwiderte der Sänger etwas derb,„eine solche Frage bejahend zu beantworten; wenn Ihr je-doch beachtet, wie das Gewerbe dessen, welcher Waffenthatenfeiert, demjenigen des Ritters nahe verwandt ist, welcherdieselbe vollbringt, so wird Euer Gnaden es für rathsam -al-