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„Eurer Ladyschaft wage ich nicht meine Meinung darüberzu sagen," erwiderte Bertram, „der junge Ritter jedoch inseine Rüstung gehüllt, ist ein ganz anderes Wesen wie der-jenige, der in der Halle sich unter das Gedränge der Damenmischt. Derjenige, welcher sich am Kamine eines wackernMannes nährt, besonders aber wenn der Gutsherr von allenMenschen in der Welt der schwarze Douglas ist, hat Grundgenug, mit seinen Augen scharf um sich zu blicken, wenn ersein Mahl einnimmt. — Es ist jedoch besser, daß ich mich nachunserer eigenen Adendersrischung umsehe, als daß ich hiermüßig verweile und über die Angelegenheiten anderer Men-schen schwatze."
Mit den Worten rief er mit donnernder Stimme aus:„Dickson! Holla, Thomas Dickson! wollt Ihr nicht einenalten Freund erkennen, der Eurer Gastfreundschaft sein Abend-essen und sein Nachtquartier anverlraut?"
Der Schotte, durch den Ruf aufmerksam gemacht, schauteüber die Ufer des Stromes, alsdann über die nackte Seiteder Anhöhe, und richtete zuletzt seinen Blick auf die zwei Ge-stalten, welche von derselben binabstiegen.
Der Pächter aus Douglasdale, welcher eine größere Abend-kälte empfand, als er aus dem vor Winden mehr geschütz-ten Theile des Thaies herauskam, hüllte sich, um dem Frem-den entgegen zu gehen, enger in seinen rauhen Mantel, derbei de» Schäfern des südlichen Schottlands von frühester Zeitan gewöhnlich den Landleuten und Bürgern ein romantischesAeußere ertheilt - ein Kleidungsstück, welches, obgleich anFarbe weniger glänzend und in seinem Faltenwurf wenigerprunkend, ebenso malerisch ist, wie der mehr militärische Mantelder Hochländer. Als beide einander nahe kamen, konnte dieDame beobachten, daß dieser Freund ihres Führers ein derber