12
verfolgte ihn mit solcher Eile, daß seine Leute während ihresLaufes in Unordnung und aus ihren Reihen kamen. Auchdie Viehtreibcr flohen so schnell sie konnten, bis sie den Haupt-mann etwas jenseits des Hinterhalts gelockt hatten; als dieim Hinterhalte das sahen, brachen sie plötzlich aus ihremVersteck hervor, griffen den Hauptmann und seine Leute an,erschlugen ihn und jagten Letztere in's Schloß zurück; einigederselben wurden cingeholt und erschlagen; Andere kamen in'sSchloß und wurden gerettet. Da Sir James das Schloß zuerstürmen nicht vermochte, nahm er die Beute, die er außer-halb desselben bekommen konnte, und zog ab. Dadurch unddurch solche andere Thaten schreckte er so sehr den Feind, daßdie Behauptung des Schlosses für sehr gewagt gehalten wurde,und daß man cs das gefährliche Schloß Douglas zu nennenbegann. Als nun Sir John Walton sich um die Hand einerenglischen Dame bewarb, schrieb sie ihm, er müsse das gefähr-liche Schloß Douglas sieben Jahre lang behaupten; dannkönne er sich für würdig halten, als ihr Freier aufzutrcten.Bei der Gelegenheit übernahm Walton die Behauptung desSchlosses, und wurde der Nachfolger von Thurswall; es gingihm aber ebenso wie den Andern vor ihm. Als nämlich SirJames einen Hinterhalt an den Platz gelegt hatte, ließ ervierzehn seiner Leute eben so viele Säcke nehmen und mitGras füllen, als seie dasselbe Getreide, welches sie nach Lan-nark, dem hauptsächlichsten Marktflecken trügen; er hoffte durchdiesen Köder den Schloßhauptmann herauszulockcn, um ihnoder das Schloß oder Beide zu nehmen; auch wurde dieseErwartung nicht getäuscht, denn der Hauptmann biß an undkam heraus, um den vermeintlichen Proviant für sich zu neh-men- Ehe er jedoch die Sackträger erreichen konnte, war SirJames mit seiner Kompagnie zwischen dem Schloß und ihm