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Gedanke». Fühlte er sich von irgend einer Idee ergriffen, sowaren Sie es, mit dem er sich darüber unterhielt. Er hat mirmanche seiner ernstcrn Briese vorgelesen, in denen er mit Ihnenvon Gegenständen der Politik und Philosophie sprach. Sagen Siedoch, wollen Sie nun diese Köstlichkeiten für sich allein behalten;sie nicht auch seinen Verehrern mitthcilen? Der wahre Ruhmunseres Freundes, glaube ich, wird einzig in der Brust der Vielenleben, die ihn liebten. Die Welt mag seine Schriften schätzen,aber nichts kann eine Vorstellung von der leichten Anmuth, Man-nigfaltigkeit und Gedankentiefe geben, welche den Zauber seinertranlichcrn Unterhaltungen bildeten. Ich ziehe seine Briefe allenseinen Büchern vor. Andere Gelehrte arbeiten mühsam; müssen,was sie arbeiteten, wieder überfeilcn und noch einmal feilen.Unser Freund war, in den ersten Eingebungen seines Genies,Dichter und Weiser, voller Natur und Klarheit; es ließ sich darannichts mehr ändern.
„Nächstens geht die kleine Büste unsers Bonstetten für Sicab, die ich hier machen ließ. Sie ist wunderschön gelungen. —Zn 14 Tagen wandern wir nach Florenz. — Wir lebten hier ineiner recht erquickliche» Ruhe. Die Krankheit der Großherzoginuntersagte alle Vergnügungen; wir aber schwelgten in den Erinne-rungen an unsere Lieben. Abends sehen wir bei uns Gesellschaf-ten ; die Leute sprechen aber mehr von Dingen der Vergangenheit,als von dem, was vorgeht, oder von dem, was zn erwarten ist.Das stimmt zu meinem Innern. Ich auch, nun Bonstette»verschwand, sehe hinter mir eine unermeßliche Vergangenheit.
„Es fehlt nicht in Italien an sehr gelehrten, sehr unterrichte-ten Männern; aber wenige darunter wandern mit ihrem Jahr-hundert, wie Er, oder fassen die Zukunft ins Auge. Die, welchevon Freiheit und Unabhängigkeit träumen, träumen auch nur!Hoffen, daß Italien sich wieder in den Rang großer Nationen