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Nach Baden-Bade». 28. August 1821.
Sie haben es errathcn, mein Lieber, wir sind alle fröhlich von»nsern Nieisen zurück in das angenehme Stillleben unserer Klauseam Fuß des Jura; meine Frau und ich vom Rigi her. Theodoraus den Nnterwaldner und Schwyzer Alpen. Emil von Nousseau'sInsel im Vieler See, und Alerander.mit dem jungen SpanierAntonio vom Schwarzwald. Letztere hatten das gefährlichsteReiseabenteuer zu bestehen, denn der Blitz fuhr des Morgens, alssic eben sich zum Weiterreisen ankleideten, in das Wirthshaus,wo sic die erste Nacht ihrer Pilgerei geschlafen hatten. Fensterund Mauern wurden zerschmettert; die armen Buben kamen mitdem Schreck davon.
Und Sie haben das Geräusch der Residenz so schnell verlassen?Es würde mir wie Ihnen gegangen sein. Ich will lieber dasSausen aller zweiunddrcißig Winde in einer schönen Einsamkeit,als das Geflüster und Geträtsch einer Residenz aushalten. — Mögedas bunte Mancherlei in den Bädern Ihnen Entschädigung geben!
Ihre Missionshistorie sehen Sie nur als ein recht ernstes unddiesen Tagen wichtiges Geschäft an. Wahrlich, es dämmert über-all, wie wenn's Abend werden wollte, und die Nachteulen nndKauze flattern mit großem Siegeslärmcn aus den verfallenen Naub-schlösscrn (woraus die deutschen Zeitungen und Bauern im Oden-walde den weissagenden Burggeist von Schnellert machen).
Es scheint, Ihr Kaiser hebe endlich Kreuz und Schwert gegenJstambul. Das gibt dann einen religiösen Vertilgungskrieg, dermanches Jahr dauern wird. Die Flucht der Roßschweife über denHellespont intercssirt mich noch nicht so sehr, als die Folgen davonfür die politischen Verhältnisse des übrigen Weltthcils. Ich denke,das Gewitter dort zerstreut endlich den dicken Höhenrauch, dereinen großen Theil nnsers Welttheils verhüllen will.