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Ich kann, will und soll mich selbst retten, und wenn ichdas gethan habe, dann will ich wieder Liebe nehmen von denMenschen. Aber bis ich einmal in einem Stück ganz mit mirselber zufrieden sein kann, kann auch kein Mensch Ruhe in einHerz stoßen, dessen Ingrimm alle meine Nerven bis znm Zerreißenanspannt.
Hilf mir znm Verkauf meiner Schriften und zum Ziel meinesHerzens, znm Armcnhans, in dessen Stille und Schatten ichhinter Schloß und Riegel Ruhe suche. O Frcnnd, meine Miß-stimmung ist unaussprechlich; aber die Mittel zu meiner Selbst-ständigkeit wachsen mit jedem Tag.
Lebe wohl. Mich umhüllet eine Schwcrmnth, die sonst niemein Loos war. Sie wird vorübergehen.
Ich freue mich Deiner Liebe. Möchte ich in der Lage sein,Ruhe durch etwas, das außer mir ist, in mich selbst gießen zukönnen, so würde ich noch mündlich mit Dir reden. Doch vielleichtgibt es sich einmal unverhofft, daß wir uns sehen. Lebe wohl.
Dein Pestalozzi.
Vergebliche Anstrengung.
Aoerdo». Mai 1817.
Der Erfolg meines Snbsriptionsplans wird darüber entscheiden,ob ich bis an mein Grab entweder mit den gleichen Schwierig-keiten kämpfen, immer in Hoffnung leeres Stroh dreschen muß,oder ob ich noch in meinem Leben dahin kommen soll, meinenEntzwecken mit einiger Ruhe und auch äußerer Selbstständigkeitentgegen zn gehen. Meine Lage ist äußerst drückend. — Alle meineBemühungen, alle angcfangenc Stiftungen stehen durch den Drangmeiner täglichen Zwangverhältniffe still.