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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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lische Bauer wurde, mit Verbannung der lateinischen Sprache beiseinem Gottesdienst, das Anziehende desselben, den Reiz des Ge-heimnißvollcn einbüßen. Die Sprache des alten Roms ist ihmdie allein würdige ans den Lippen des Priesters, vor dem Altarzu Gott. Er ist damit gleichsam dem Ohr der Heiligen näherund klarer."

Fort also mit streng wissenschaftlichen Abhandlungen aus EuernVolksblättern! Kleidet Alles in ein geschichtliches Gewand. Hi-storien und Fabeln hört jedes Kind mit Lust. Und wollt IhrEuren Lehren und Meinungen Nachdruck geben, so siechtet, stattder trockenen Beweise, ein halbes Dutzend sprüchwörtlicher Redens-arten ein. Damit schlaget Ihr durch. Sprüchworte sind die Ariomedes bildungslosen Haufens; die Urgrundsätze seiner Haus- und Le-bensphilosophie ; der Fünftelsast gestimmter Erfahrungen der Vor-welt. Verlanget Zhr noch ein klebriges zu thun, so gewinnet demeine lächerliche Seite ab, was Ihr bestreitet. Es wohnt im Volk,wie im Kinde, ein Hang zur Satyre, und schelmischen Neckerei.Ein drolliger Einfall wiegt ein Dutzend Vernnnstgründe auf. Wemman dafür zulacht, dem stimmt man bei."

Und vor allen Dingen, um das Zutrauen des Volks zu ge-winnen, laufet nicht gleich anfangs gegen dessen Vvrurthcile Sturm.Uebereilt nichts! Stellt Euch seiner Meinung gleich, und knüpfeterst an seine Vorurtheilc Eure bessern Urtheile an. Es wird spä-terhin schon selber Widerspruch in sich bemerken, irre werden,anfangeu zu zweifeln und das Richtige und Wahre zu suchen.Dann dünkt es sich weiser, als der Lehrer; und das ist schmeichel-haft für beide Theile, nur in verschiedenem Sinn.

Auch ist eben nicht nöthig, wenn Ihr fürs Volk schreibt, daßIhr ihm saget, Ihr schreibet fürs Volk. Es weiß von selbst, wasihm und seiner Fassungskraft gemäß ist, ohne daß Ihr es ihmmeldet. Der gemeine Mann nennt sich zwar selbst so, wenn er