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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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schehenen, zu ihren Heimathen zurückrnfe; durch den Oberbefehls-haber der Armee, im Eiuverständniß mit dem österreichischen, diePosten bezeichnen lasse, auf welchen die Geflüchteten durch beideHeere gefahrlos znrückkehren könnten; und einen Regierungs-Kom-missär mit ausgedehnten Vollmachten sende, das Land verfassungs-mäßig zu reorganisiren. Die Anträge wurden erfüllt; die Voll-machten empfing ich selber.

Die H e i m g c k e h r t e ».

Inmitten zahlloser Arbeiten in diesen unglücklichen Gegenden,war mein Gedanke oft bei Reding. Die meisten Flüchtigen undAusgewanderten kamen vertrauensvoll und bald zu ihren Wohnun-gen zurück; nur von ihm vernahm ich nichts, und nicht, wo sichseine Familie befände.

Nach sechs Wochen endlich erhielt ich von ihm folgenden Brief:

Rorschach, den 7. Oktober 1799.

Gestern vernahm ich zufälligerweise durch ein Schreiben vonLichtensteig, welches zwar nicht an mich gerichtet war, daß Siein Schwyz als Kommissär der Regierung wären, in der Schmidt-gassc wohnten, um durch Ihre Gegenwart zu verhindern, daß unserHaus nicht geschlissen wüvde. Wenn Sie durch den Schutz, denSie unserm Eigenthum gewähren, schon den größten Anspruch aufunsere Erkenntlichkeit haben: so gebührt sie Ihnen besonders fürdie entschlossen handelnde Freundschaft, mit der Sie sich gegenuns auszeichnen. Freunde sind zu allen Zeiten rar; doch nie sosehr, wie im Unglück. Dann aber ist auch der Trost, den mai^von ihnen erhält, doppelt süß."

Glauben Sie mir, mein Freund, unser Unglück kränkt michZsch. Ges. Schr. 32. Thl. 9