ist
Wort. Vcrmnthlich vertrat meine halbmilitärische Tracht, derSäbel und die dreifarbige Scidenschärpe, die Stelle eines offenenCreditivs. Er empfing mich mit der größten Zuvorkommenheit undäußerte das sichtbarste Vergnügen über meine Ankunft, die ihm,wegen Verlassenheit des Landes, schon seiner Truppen willen wich-tig war. Wir nahmen sogleich vorläufige Abrede über die erstenMaßregeln, um die Bevölkerung des Landes znrückzurufcn, undallgemeine Sicherheit hcrznstcllen. Ich verlangte nebenbei sogleichdie gänzliche Räumung der Schmidtgassc (des Hauses Reding),weil ich im Namen der Negierung den Sequester auf sämmtlichesHab und Gut des entflohenen Nloys Reding legen, und meineWohnung in dessen Hanse nehmen würde. Mvlitor zeigte sichin seinen Gesprächen als ein Mann von wissenschaftlicher Bildungund menschenfreundlicher Denkart.
Wenige Tage nachher war das Haus meines Freundes von denDragonern geräumt, vom Unflath gesäubert. Ich bezog die bewohn-bar gemachten Zimmer des öden Gebäudes, worin nun die alte, dienst-fertige Magd freudig wirthschaftetc, während mir der General eineEhrenwacht vor das Hans stellte. Wenigstens dies war gerettet.Mein erstes Geschäft am folgenden Tage war, eine Proklamationzu erlassen, in welcher ich die Bevölkerung des Landes, unterVerheißung der vollkommensten Sicherheit, in ihre Wohnung znrück-rief. Sie ward durch das französische Militär überallhin verbreitetund versandt. Dann legte ich der Regierung über meine eigen-mächtigen Schritte Rechnung ab, mit Angabe dessen, was vonSeiten des Vollziehungs-Direktoriums der Republik dringlich sei,zu verfügen. Es sei mir die Einschaltung einiger Stellen diesesamtlichen Schreibens hier, zur Bezeichnung jener traurigen Zeit,erlaubt:
„Schon 14 Tage lang war, seit dem Eintritt der Franken inSchwyz, dieses unglückliche Gebiet sich selber überlassen. Ich eilte