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Staats »och Jahrgclder, Orden, Titel und Ehrenbändcr in Füllegespendet; ihren Söhnen die vornehmsten Stellen ln den Bündner-Regimentern des Anslandes verliehen; ungerechnet noch die Sum-men, welche sich die Beamten, in den unterthänigen Landschaftenvon Veltlin, Cläven und Worms, auf ehrliche Weise, oder durchBestechlichkeit und Erpressung zu verschaffen wußten.
Das Alles ist jetzt, mit Bündens politischer Wichtigkeit für dieitalienischen Kriege, seit Einverleibung des Landes in die schwei-zerische Eidgenossenschaft verschwunden; noch mehr aber dadurch,daß Oesterreich im Besitz der wichtigen Bcrgpässe von Worms undVeltlin steht, und der auswärtige Kriegsdienst von den Schweizernweder so sehr gesucht, noch von fremden Höfen verlangt wird, wiein srühern Zeiten.
Diesen Wandel der Dinge, wie nachtheilig er auch für dieBermögensumständc mehrerer Familien gewesen sein mag, halte ichfür kein großes Unglück, weder in Bezug ans die innere Ruhedes Ländchens, noch in höherer, reinmcnschlichcr Hinsicht. Dennder durch ausländische Diplomaten gehegte und gepflegte Geist derParteien, der alle Ränke und Leidenschaften in beständiger Bewe-gung hielt, zerriß Jahrhunderte lang den inncrn Landes- undFanülien-Friedcn; verbreitete von Hans zu Haus Feindschaft, Neidund Nachsucht; stiftete mehrmals bürgerliche Unruhen, die seltenohne Blutvergießen und Gütcrkonfiskationcn, nie ganz ohne Un-gerechtigkeiten endete»; vergiftete die Sittlichkeit des Volks durchUmtriebe, Bestechungen, Lästerungen der Unschuld, Beschönigungender Laster, und erstickte die ursprüngliche Freiheit der Republikunter den Polstern, auf welche sich Familicnherrschaft über Allehin bettete. Man darf nur die Geschichte des kleinen Hirtenstaateslesen, und man wird vor den Verbrechen schaudern, welche ineiner langen Reihe von Aufständen, Verschwörungen, Justiz- undMeuchelmorde», Bürgerkriegen und gegenseitigen Verräthereien,