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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Die Mediationsakte Bonaparte'S erschien und bestimmte dasfernere Schicksal Helveticas. Auch im Kanton Bern wurden dieWahlen zur Besetzung des neuen Regiments angeordnet. Erlach,welcher durch das, was er mit mancher Lebensgefahr für seinePartei gcthan, ans die Dankbarkeit derselben zählte, ward zurück-gesetzt. Seine Vaterstadt nannte ihn nicht. Leute, welche demLandvolke Wahllisten cinschmeichclten, versicherten überall, daß derGeneral Von Erlach Krankhcits wegen keine Stelle in der Regie-rung annehmen wolle, aber seinen ältesten Sohn dazu empfohlenhabe. An andern Orten streute man ans: man solle auf Erlachnicht sehen, denn er werde ohnehin von mehreren Gemeinden er-nannt werden. So wäre es fast gelungen, ihn von den Gemeinds-Wahlen des ganzen Landes z» verdrängen, wenn er nicht durch dieAufmerksamkeit seines Freundes Emanncl Hartmann von Thun-stetten von einer Gemeinde des Emmenthals erwählt worden wäre.So trat er wieder, als Mitglied, in den Großen Rath seinesKantons, der, da er den Kleinen aus seiner Mitte erwählte, mitStillschweigen Erlachs Namen überging.

Das ganze Leben dieses Mannes war eine Kette Von VereiteltenPlänen und verfehlten Wünschen. Uebcrall leuchtet seine Begierdehervor nach ruhmvoller Auszeichnung, und immer begleitete ihndasselbe Unglück. Sv rang er bis in die spätesten Tage seinesLebens, ohne das Ziel zu erreichen, aber auch ohne zu ermüden.Mit mannigfaltigen Kenntnissen und nnlängbarcn vortrefflichen An-lagen des Geistes verband er einen Hang zum Sonderbaren undUngewöhnlichen, welcher ihn oft dem Spotte seiner zahlreichenGegner bloßstcllte. Ein zärtlicher Gatte, ein guter Vater, eingefühlvoller treuer Freund, war er zugleich leidenschaftlich gegenJeden, den er für seinen, oder seiner Sache Feind hielt. GeleitetVon der Gewalt seiner Gefühle, Vergaß er oft die Würdigung derihn umgebenden Verhältnisse, und bereitete ans die Art seinenZsch. Ges. Schr. 32. Thl. 6