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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Kirchmeyer mit 900 Bauern auf Zürich schicken, um dieser StadtHilfe zu leisten gegen die Angriffe des schweizerischen GeneralsAndcrmatt. Dieser Kirchmeyer war damals Erlachs einzigerOffizier, und der Verlust desselben für den neuen Heerführer »mso empfindlicher, da cs ihm außerdem an allem Nothige» zu einemFeldzüge dieser Art fehlte. Ohne Geld, ohne Kreditbriefe, ohneLebensmittel, ohne Gewehre, ohne Munition und schweres Ge-schütz stand er im Gewühl lärmender, disziplinloser Landleutc, inder Nähe der Andermattscheu Linientruppen. Aus Mangel anSchreibern mußte er, bis auf die unbedeutendsten Sachen, alleseigenhändig anSfcrtigcn. So war er Oberbefehlshaber, Kompag-uicschreibcr, Proviantmeister alles in gleicher Stunde.

Inzwischen rückte er mit seinem Landsturm gegen Brugg undLenzburg vor. Von Dorf zu Dorf vermehrte sich seine Schaar.Zn ihm stieß bei dem Dorfe Suhl, ohnweit Aarau, LudwigMay von Schöftland, ein bernischer Patrizier, ausgerüstet mithohen Vollmachten von Seiten des Jnsurrektionscomite's in Bern.

Es hatte dies Comite, während Erlachs Abwesenheit, einegroße Veränderung in seinem Innern erlitten. Einem von allenBernern geliebten junge» Mann, Namens Emanuel von Wat-tenwyl, übertrug cs seine ganze Gewalt in einer allgemeinenVersammlung der Verbrüderten. Noch war es unvergessen, daß ercs gewesen, welcher seine Mitbürger im Jahre 1798 vor der Plün-derungssucht der Schauenburgischen Armee gesichert hatte. Dank-bar wollte man ihm nun unter den Wiederherstellern des altenBerns die erste Rolle weihen; und von seiner Gewandtheit undBekanntschaft mit Doldcr, dem Landammann der Schweiz, hoffteman durch Unterhandlungen leichter das Ziel zu erreichen, wennes durch Waffengewalt vielleicht nicht gewonnen werden konnte.

Wattenwyl errichtete alsbald einen Kriegsrath, und von ihmwaren die Männer bevollmächtigt, welche sich mit Erlach vcr-