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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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8. Rudolf Küldwig von Erlach,

Haupt-Anführer der Conföd erirten in der helvetischenInsurrektion vom Jahr 1802.

Wen die Natur mit kühlem Gleichmut!) und jenem zarten Sinnbeschenkte, der Menschen Leidenschaft im ersten Blick zu fassen undzu meistern, wer, selbstständig, immer nur die eigene Straße wan-delnd, dennoch in den Mittelpunkt von fremden Plänen sich ein-znweben weiß, und, wie die Sonne allen Nachbarstcrnen gehörend,fortschreitend, jeden mit sich zieht, der hat die Weihe zu großenDingen, und den Beruf empfahn zum Herrschen über Menschen.

Beharrlichkeit des Willens, etwas Erhabenes zu leisten, einzig,auch unterstützt von mancher Tugend, erhebt den Mann nur seltenüber seines Gleichen.

Rudolf Ludwig von Erlach, von patrizischem Geschlechtentsprossen, im Scherz und Spott von seinen Mitbürgern derHudibras benannt*), ward 1749 in Bern geboren. Ein reger

") Beinamen dieser Art sind in den Städten und Dörfern der Schwei;keine Seltenheit; oft dienen sie nur, Personen von gleichen Familienund Namen mehr von einander zu unterscheiden. Ein Freund, der inErlachs Bibliothek einst BnttlerS Heldengedicht HudibraS fand,belegte ihn mit diesem Namen, den ihm seine Altersgenossen im

Scherz gern wiederholten.Wenn ich denn nun der berncrifche Hu-

dibraS sein muß: so will ich mir auch nach dem Beispiel jenes Hel-den eine Armee bilden!" sagte Erlach bei einer Gelegenheit, in der

Mitte seiner «essenden Freunde, ergriff einen Muff oder Schlupf,und schlug jeden derselben auf den schön frisirten Kopf mit den Wor-ten:Von nun an sollst du auch ein Hudibras sein!" Die Zere-monie dieses komischen Ritterschlags endigte mit einem fröhlichen