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6. Wilhelm Haas.
Repräsentant nnd General-Inspektor der Artillerie.
Wilhelm Haas, ein geschickter Schriftschneider von Nürn-berg, kam 1718 gen Basel, wo er sich häuslich niederließ unddurch seine Kunst großen Ruhm erwarb. Er starb 1764 im sechs-undsechszigsten Jahre seines Alters. Ihm gleich an Kunstgeniewar der Sohn, welchen er hinterließ, und der mit ihm gleichenNamen führte.
Dieser, zu Basel im Jahr 1741 geboren, erlernte seines Va-ters Kunst, weihte aber die Nebenstunden den Wissenschaften, nnd,angeleitet von seinem berühmten Lehrer, Dan. Bernouilli,umfaßte er mit besonderer Vorliebe verschiedene Zweige der Ma-thematik. Die Kenntnisse, welche er hier erworben, verbundenmit reicher Fülle der Einbildungskraft und unermüdlichem Strebenzum Bessern und Vollendeter», erhoben ihn schnell in den Rangder Ersten seiner Kunstgenosscn, als er des Vaters Gewerbe nachdessen Tode sortsetzte.
In Deutschland nnd der Schweiz schnitt er zuerst mit glück-lichem Erfolg die französischen Typen in Baskerville's Ge-schmack, und die Thurneysensche Oktavausgabe der Schriften Vol-taire's, mit diesen Typen gesetzt, gab seinem Namen in Deutsch-land eine verdiente Celebrität. — Zn diesem fügte er bald eineneue Erfindung im Jahre 1772, durch welche die seit dreihundertJahren in ihrer alten Unbehülflichkeit gebliebene Buchdrucker-presse ungemein vervollkommnet wurde.*) Als er diese neue
*) Er beschrieb die Erfindung selbst in einer Schrift, deutsch nnd fran-zösisch abgefaßt. Sie führt den Titel: Beschreibung und Ab-