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Die mehrjährige Unterhaltung einer eigenen Armee von 70,000Mann würde der Schweiz nicht gekostet haben, was die durch denKrieg erlittenen Verluste nachmals galten. Der Feind verspotteteHelvetiens Ohnmacht; der BnndeSgenoß mißhandelte es mit Ver-achtung.
Schwäche ist die Mutter der Feigheit. Kaum waren die kaiser-lichen Waffen siegreich bis Zürich vorgedrungen, als ein Theil derGesetzgeber an Kapitulation, ein anderer an Flucht dachte. Dersranzösische Minister Perrochcl hatte sich schon von Luzern nachBasel geflüchtet, weil ihm in einem Brief gemeldet worden, daßer, seit dem Gesandtcnmord zu Rastatt, ein ähnliches Schicksal inLuzern zu fürchten habe. > Man trug darauf an, die Regierungnach Bern zu verlegen. Selbst der französische Oberbefehlshaberhatte geschrieben, daß er für die Sicherheit von Luzern nicht mehrbürgen könne. Die Regierung floh nach Bern. Nur Laharpehatte sich dieser Handlung, doch vergeblich, cntgegengestemmt.
Die Lage der Dinge ward mit jedem Tage verzweiflungsvoller.Inzwischen die meisten Glieder der höchsten Staatsgewalten vonMuthlosigkeit erdrückt wurden, und selbst viele der ehemals wüthen-den Patrioten, von der Furcht gezähmt, ihren Feinden die Handdarboten, machten alle Unfälle auf Laharpen die entgegengesetzteWirkung. Er wollte mit der Republik, deren Vorsteher einer aucher war, siegen oder vernichtet werden. Je hoffnungsloser die Zeiten,je verwegener wurden seine Vorschläge. So trug er im Direkto-rium daraus an, die ganze Schweiz in ein großes Heerlager um-zuschaffen, worin jeder Einwohner Soldat sei; die Gemeindensollten verpflichtet werden, für Familien und Güter derer zu sorgen,welche gegen den Feind gezogen sein würden; er trug darauf an,daß alle Flüchtlinge zusammengerafft, im Angesichte des Heeresgezehntet werden sollten, nach römischer Weise, und daß die,welche dem Todesloose entgingen, in der nächsten Schlacht den