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und alter Verfassung, die Schwäche der Regierung und die Un-stetigkeit ihrer Maßregeln Mißmuth und Gesetzlosigkeit im Landevermehrte, häufte auch das französische Direktorium Fehler aufFehler, wodurch die Schweiz dem Untergang zugeführt ward. Zudiesen Staatsfehlern gehörte besonders die Stiftung eines Offeusiv-bündniffcs und die Stellung von 18,080 Mann Hilfstrnppen.Umsonst bemühten sich die schweizerischen Behörden, Frankreichaufzuklären. Die Verträge mußten abgeschlossen werden. Die Un-zufriedenheit des Volks stieg. Die Feinde der Staatsverfassungtriebe» ihr Spiel am offene» Tage. Die Negierung, des öffent-lichen Zutrauens verlustig, konnte sich nur durch Furcht noch acht-bar machen. Sie wählte das gefährliche Mittel, und der Spottihrer Schwäche verwandelte sich in Haß ihrer Gewaltthaten.
Der Krieg zwischen Frankreich und den vereinten Mächten Eu-ropcns brach aus. Helvetica sollte davon das Schlachtfeld werden.Laharpe sah kein Rettungsmittel, als Truppen zu werben undselbst gegen Oesterreich de» Krieg zu erklären. Eine Schweizer-Armee an den Grenzen würde das Eindringen des Feindes er-schwert, selbst den Bundesgenosse» imponirt, und der helvetischenRepublik auf dem Friedenskongreß eine Stimme erworben haben.
Man verwarf den Antrag einer Kriegserklärung, weil man sichnoch mit Erhaltung einer Neutralität schmeichelte, als des Fein-des Fuß den Schweizerbode» schon betreten hatte. Man glaubte,daß eine Kriegserklärung ohne ei» streitbares Heer lächerlich sei;und doch gestattete man nachher die Bildung eines Heeres von20,000 Milizen, welche schnell genug, aber dann zu spät ver-sammelt wurden, nud doch mit Tapferkeit gegen Oesterreich ge-jochten haben. Man machte den Krieg, aber fürchtete ihn auszu-sprcchen. Man ergriff Maßregeln, wenn ihre Anwendung nichtmehr stattfand. Das Land wurde durch Brandschatzungen derFeinde und Bundesgenossen erschöpft, durch Schlachten verwüstet.