Feind zu bereite», entschloß sich demnach mit unaussprechlichemSchmerz, das verlorne Vaterland zu verlassen, dessen Schande ernicht thcilen wollte. Begleitet von seinem Bruder und zweiNichten, durchreisete er die Kantone Unterwalden, Schwyz, dasLand Toggenburg u. s. w., und kam ohne fernere Unfälle, wohlaber mit den rührendsten Beweisen allgemeiner Achtung beehrt,nach Lindau.
Von hier begab er sich nach Ulm. Zn Stvkach vernahm eindurchreisender Engländer die Ankunft des geflüchteten Greises.Sogleich eilte der Fremdling z» ihm, einen so merkwürdigenMann zu verehren, und bot ihm seine Börse mit fünfhundertLouisd'or an. Steiger dankte dem Briten, und lehnte das Ge-schenk zurück, konnte aber nicht wehren, daß sein Wagen mit denausgesuchtesten Erfrischungen angefüllt wurde, welche der Eng-länder, ohne Vorwissen des Schultheißen, hatte besorgen lassen.
Von nun an, umgeben von mehrern einsichtsvollen Männern,welche ihm in die Fremde gefolgt waren, zielte Steigers rastloseThätigkeit auf Wiederbefreiung der Schweiz von der HerrschaftFrankreichs, durch Hilfe kaiserlicher Waffen. In vertrauter Ver-bindung mit den Staatsmännern der Koalition gegen Frankreich,eingeweiht in das Gcheimniß der damaligen politischen Angelegen-heiten, und nicht ohne Einfluß auf dieselben, besonders geachtetvom britischen Ministerium, hoffte er noch die schöne Stunde zuerleben, unter den Wiederherstellern der alten Eidgenossenschaft,als Sieger, in die Stadt zurückkehren zw, können.
Viele hundert junge Schweizer, welche ausgewandert Ware»,geschreckt durch bange Gerüchte, oder in der Meinung, daß esnicht fehlschlagen könne, an der Seite des kaiserlichen Heeres mitLorbeeren bedeckt in die Heimat zurückzukommen, sammelten sichunter Steigers Leitung zu Regimentern. Er selbst schwor in ihrerMitte am achten März zu Neu-RavenSburg den Cid, welchen