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geheuern Schauspiels gewesen, worin Nationen und Fürsten umdie Heiligthümer der Menschheit spielten. Der Tag aber erschien,da die Fünfmänner des Lurembourg auch dem eidgenössischen BundeFehde aufdrangen, und in der Zwietracht der Kantone und ihrerBewohner Anlaß und Mittel zur Erreichung der eroberungsüch-tigen Absichten fanden.
Der Kanton Bern, der volkreichste der Schweiz, und unmittel-bar Frankreich begrenzend, galt als Vormauer der Eidgenossen-schaft. Noch standen erfahrne Staatsmänner am Steuer dieserRepublik, deren Bewohner mit religiöser Ehrfurcht den Satzungender Väter anhingeu, und eine Verfassung liebten, welche ihnenSicherheit und Wohlstand seit undenklichen Zeiten gewährt hatte.
Mit Bern zuerst wollte Frankreich in Hader treten, und suchtedaher Verbindung mit den Mißvergnügten dieses kleinen Staates.Durch die Politik der herrschenden Stadt in ihren alten Freiheitenund Rechtsinnen beengt, hatten viele der ehemaligen Munizipal-städte, und besonders das fruchtbare Waadtland, schon öfters ver-gebliche Versuche gemacht, die zertretenen Privilegien wieder gel-tend zu macheü. Hier fanden also die zur Staatsumwälzung willi-gen Männer Frankreichs die ersten und zahlreichsten Anhänger.Aufgemuntert von ihnen erhoben sich zuerst die Städte des Waadt-landes gegen Bern; bald ward die Gährung allgemeiner an denUfern des Leman.
Der Schultheiß von Bern erkannte Frankreichs Hinterlist indiesem grausamen Spiele. Er sagte den Eidgenossen ihr Schicksal,und daß es nicht Frankreichs Zweck so sehr sei, Veränderungenin der Schweiz zu bewirken, die dem Zeitgeist angemessener wären,als vielmehr Ausplünderung des Landes und Herrschaft über diehelvetischen Gebirgspässe.
Voll Vertrauens auf Tugend und Völkerrecht, ungeachtet derwarnungsvollen Schicksale von Holland, Venedig und Genna,