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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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Durch diese Freundschaft mit den Heiden machten sich wederAruols noch Rüdiger unter den Geistlichen Freunde. Rüdiger hattemehrmals Händel mit ihnen. Zum Beispiel einst mit den Mönchenvon Tegernsee, deren Gut er verkürzt hatte. *) Seine Klugheitund tapfere Faust bewunderte dagegen Jeder desto mehr.

Kein Wunder, wenn sich von den Thaten dieses Mannes, undseinem Ansehen bei den vor- und nachher so sehr gefürchtetenUngarn, lange mancherlei Sage im Volk bewahrte, die der Dich-ter gern empfing.

Zu Attila's oder Etzels Zeiten waren zwar noch keine March-grafen an der Ens, kein Bischof Piligrin in Passa»; das fochtaber auch den Dichter wenig au. Er fand den Hunncnkönig Etzelinaus Chrieinhildens Liebe noch einmal im zehnten Jahrhundert.Noch waren viele Sagen von diesem und seiner Macht vorhanden;wie er, obgleich ein Heide", eine christliche Fürstin zur Gemahlingehabt, deren seltene Schönheit zu ihrem Namen geworden**).Noch ging die Sage, daß sie tapfer gewesen, wie ein Mann, zuPferde gesessen und einst in der Wuth des Zorns einen gewis-sen Helden getvdtet***). Wer konnte diese sch-nc christliche Hun-nenkvnigin anders sein, als Chricmhilde? Wen würde sie liebergelobtet haben, als den Hagen, ihres Siegfrieds Mörder, um

*) Als er aber, aufgefordert, erschien, sich vor dem Oeconomus desKlosters zn verantworten, warf ihn sein Pferd vom Sattel, und tratihn mit dem Huf, daß er alles bereuetc und dem heil. Quirindie entrissenen Güter zustellte. .-Vnon)-mi inormeln D-^uri»! Iiisl.(bei Oefele 2, «2.)

**) Ikxor Lelvleneßiai, ist est, pulcra stornina, xlavonieo stieta.So Dithmar von Merseburg im 8. Buch seiner Kronik (bei Leib-nitzens scri^t. rer. bruvsuic. 1, 420).

*") Virnin ^uenstava occistit. Dithmar a. a. O.