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reich, Steiermark und die daran zunächst gekegenen Gegenden Un-garns, nur einen Theil des mächtigen Hcrzvgthnnis Bayern, undzwar die östliche March (älarcdia orieiilalis) desselben aus.
Was vormals Herzogen und Grafen von der Hand der Kaisernur als Amtlehcn, oft nur für ihre Person, gegeben worden, hattensie, begünstigt durch der Karlingen Schwäche, nach und nach i»erbliches Gut verwandelt. Eben so wie Herzog Arnolf vonBayern nach dem Tode Kaiser Ludwigs des Kindes gegen KaiserKonrad von Frizlar und Heinrich de» Finkler über Bayern unbe-schränkte Herrschaft zu behaupten suchte, that Achnliches March-graf Rüdiger (oder Nogcrius) in seiner Marchgrafschaft. Schlaubenutzte er die Vorthcile, welche sich ans seinem Verhältnisse zwi-schen Ungarn und Deutschland darbotc». Er hielt mit den UngarnFreundschaft *) und scheint sogar seine Marchgrafschaft unter ihrenSchutz gestellt zu haben. **) Von der andern Seite begünstigte erden von den Kaisern bedrängten Bayerherzog Arnolf. Mehrmalsflüchtete Arnolf mit Weib und Kind zu ihm und den Ungarn.***)Ja Rüdiger, der tapfere Degen, stand ihm mit den Ungarn kräftigwider K. Konrad «on Frizlar bei.s)
*) Daher er, von ihnen unterstützt, Arnolfen Hilfe leisten konnte.
**) Sie hatte am Ende, vielleicht »ach Rüdigers Tode, den größtenTheil des Landes unter der Ens zu ihrem Eigenthum gemacht. Han-siz germ. saer. 1, 188.
***) ^rnolllus sei IlriAsros cum uxore et iUiis kugiens, usguer»1 mortem reßis iki msusit. So 8iAek>ert Oomlilac. zumJahr 914.
s) Han siz a. a. O. Daher scheint auch erklärbar zu sein, daß Arnolfnachmals keine Kriege mehr wider die Ungarn führte, ungeachtet sicsich Herrschaft in Oesterreich angcmaßt hatten. Sie hatten für ihn ineiner Schlacht geblutet, aus der Konrad zwar als Sieger, aber dochtödtlich verwundet gegangen war.