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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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geworden waren*); allein den Weg non Wien (dem alten Vinde-bvnum oder Fabiana, dem erst nm das Jahr 1158 Heinrich I.,Herzog von Oesterreich, empor half) gab der Dichter nicht an.

Er aber, im dreizehnten Jahrhundert, kannte die Hezileburg(dem Namen nach), denn sic gehörte zum weitläufigen Kirchsprengeldes salzbnrgischen Erzstiftcs; und dies war ihm genug, daraus dieWohnung eines Hunncnkönigs Ezel zu schaffen, der doch wederAttila, noch ein anderer Ungarfürst dieses Namens war.

Es ist der Freiheit, oder der Unwissenheit eines Dichters, zu-mal des dreizehnten Jahrhunderts, zu verzeihen, wenn er sich nichtgenau an die Thatsachcn der Erdbeschreibung bindet. So mußman es auch ohne Verdruß dulden, wenn er eine» Paffauer Bi-schof des zehnten Jahrhunderts zum Oheim einer burgundi-schen Königstochter des fünften Jahrhunderts machte.

Bischof Piligrin von Paffan trat sein Amt ums Jahr 971an, und starb im Frühling 991. Er hatte mit den Hunnen (sonannte man noch im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert dieUngarn, welche doch erst spät nach den Hunnen die Sitze derselben,nämlich Pannonien, eingenommen hatten) viele Geschäfte, und er-füllte mit seinem Ruhm, als Bekehrer dieser heidnischen Nachbar»,die Gegenden weit umher, wie die Zeitbüchcr späterer Tage.Einen ander» Bischof dieses Namens hat auch Passau nie gehabt.Durch Ungarn, wie durch einen Theil Oesterreichs, dehnte sich seinkirchlicher Sprengel.

Ueber das Land unter der Ens war Rüdiger von PechlarnMarchgarf zur Zeit des bayerischen Herzogs Arnolf, der vom Jahr911 bis 937, folglich lange vor Bischof Piligrin, herrschte. Da-mals und noch lange (bis zu Heinrich dem Löwen) machten Oester-

*) Denn Herzog Berthold von Bayern vertrieb die Hunnen (eigentlichUngarn) ums Jahr 914 unter K. Otto I. wieder ans diesen Gegenden.