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34 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 7 (1854)
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lieber Chriemhildens Liebe.

Die neunzehn ersten Abenteuer des Gedichtes enthalten nurnordische Sage». Der Schauplatz ist am Rhein. Die Begeben-heiten spielen im fünften Jahrhundert Der Held des Liedesist vor allen Siegfried.

Siegfried, dessen Bater, König der Niederlande, zu San-de» (Lautsten) sitzt, komint gen Worms an den burgundischenHof, um die schone Fürstcntochtcr Chriemhilde zu minnen. Aberer sicht sie nicht; doch liebt er sic, und dient um die Huld derNiccrblicktcn mit ritterlicher Treue. Durch Großthaten verdient ersie. Er streitet Wider die Sachsen; erwirbt König Günthern vonBurgund, dem Bruder Chriemhildens, die Königin von Jsenland,Brunihilden, nachdem er die Nibelungen bezwungen und ihrenHort oder Schatz erbeutet hat; »nd wird endlich, als sich Bruni-hilde mit Chricmhilden entzweite, hinterlistig auf der Jagd er-mordet. Mit dein Tode des Helden und Chriemhildens Trauer anseinem Grabe ist das Ganze in sich abgeschlossen. Es liegt nichtsmehr daran, die Schicksale der übrigen zu wissen. Dies derInhalt.

Schon der große Geschichtskundige Johannes Müller haterwiesen*), daß die Geschichte von Chriemhildens Liebe dem fünf-ten Jahrhundert angehöre. Günther ist kein anderer, als derburgundische König Gunthachar, welcher um das Jahr 436 vonAttila'S Hunnen, mit seinem ganzen Geschlecht, vertilgt ward.Den Namen seines Bruders Giselher fand Müller noch in denvon Lindenbcrg hcrausgegebenen Gesetzen der Burgunder. Etzeloder Ctzelin ist der alte Name Attila'S. Unter Volcher von Al-zye vermuthet Müller einen der burgundischen Dienstmannen im

*) Dessen lammMche Werke, zehnter Theil, S. 48 ff.